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AuPairCare/AYUSA

von Cynthia

Gestern hatte ich mein Interview. Zuerst einmal nach der Schule absolut abgehetzt um den Zug nach Münster rechtzeitig zu bekommen. Und dann hätte ich beinahe Münster Hauptbahnhof verschlafen. Die Anfahrtsskizze von AYUSA war prima - habe mir gedacht, dass es eigentlich nicht lohnen würde, den Bus vom Bahnhof aus zu nehmen, also wollte ich laufen. Es war auch wirklich nicht weit, aber ich bin natürlich in die absolut falsche Richtung gestiefelt (ja, Karten lesen ist schon eine Kunst). Bis ich das dann erst einmal gemerkt hatte und endlich am richtigen Haus angekommen war, war ich leicht zu spät dran. Meine Interviewerin hat das aber überhaupt nicht gestört, sie hat mich wirklich sehr lieb begrüßt und hereingebeten.

Nachdem ich mich gesetzt hatte, bot sie mir etwas zu trinken an – in nullkommanix hatte ich mein Wasser und die Erlaubnis, mich an Salzstangen und Schoki gütlich zu tun. Die junge Dame hat zuerst versucht mich zu beruhigen ("Du siehst ja ganz ruhig aus." – "Och....joa....nach außen hin... hoffe ich..." - "Musst dir wirklich keine Sorgen machen... Wenn ich da an mein Interview denke. Ich hab gezittert.") und mir den Ablauf der ganzen Geschichte erklärt. Sie meinte auch, dass AYUSA zwar normalerweise 1 1/2 Stunden dafür angibt, aber sie das meist in einer Dreiviertel-Stunde hinbekommt – ohne den Psychotest. Dann hat sie sich mir noch mal ausführlicher vorgestellt – wie sie zu AYUSA gekommen ist, wo sie AuPair war, was sie jetzt macht, so was halt. Sehr sympathisch und sehr offen. Fand ich echt toll – manchmal etwas menschenscheu, aber da habe ich mich doch prima gefühlt. Und dann ging's los mit dem Interview:

Zuerst ein bisschen was auf Deutsch – Fragen zum gewünschten Abflugtermin, Abflugflughafen, Wunschregion,... Das war ja schnell geklärt. Als nächstes dann die Frage, ob ich mir vorstellen könnte in einer Familie zu leben die special needs children hat (und ob ich mit denen Erfahrung habe), die einer anderen Religion angehört als ich oder die einen anderen ethnischen Hintergrund hat als ich, und auch, ob es für mich okay wäre, bei einer single-mom, einem single-dad oder einem homosexuellen Paar zu leben. Bei der letzten Frage musste ich etwas länger nachdenken, weil ich das einfach total überraschend fand, dass nach so etwas gefragt wird. Wir haben dann kurz darüber gesprochen und die Interviewerin hat dann auch von einer Bekannten erzählt, die als AuPair bei einem männlichen Paar ist und was die so für Erfahrungen gemacht hat. habe mich dann dafür entschieden, dass das für mich okay wäre – wie auch bei allen Fragen vorher.

Und dann wurde auf Englisch umgeschwenkt. Zuerst einmal 2 Fragen: Warum ich überhaupt AuPair werden will und was meine bisherigen Erfahrungen mit Kindern so waren (habe da einfach alles erzählt, angefangen bei Adam und Eva, meine Verwandten Kids erwähnt und meine Praktika in der 9. Klasse und weiß-ich-nicht-was-noch – die Interviewerin hat sich nur gefragt, wie das alles da in die paar Zeilen passen soll. Aber sie meinte auch, dass es gut sei, sich mit möglichst viel Erfahrung zu präsentieren, wenn man sie denn hat).
Danach kam dann der eigentliche Interviewbogen mit den 20 Fragen: Bist du aktiv religiös (wenn ja, was würdest du tun wenn bei deinen Hosts keine Kirche in der Nähe ist); Was denkst du werden in deinem Jahr für Schwierigkeiten auf dich zukommen; Hast du a) viele b) wenige Freunde und was denkst du ist wichtig für eine gute Freundschaft; Wie verbringst du deine freien Tage; Wie verbringst du deine freien Nächte; Wäre es für dich ein Problem, wenn deine Hosts eine andere politische Einstellung hätten als du; Wie stellst du dir deine ideale Hostfamily vor (die Beispiele für die Antworten auf diese Frage (da standen halt so ... Denkanstöße dabei) fand ich persönlich hoffnungslos oberflächlich – Auto oder nicht, reich oder arm, Stadt oder Land, großes Haus, bla. Ich hab da ganz anders geantwortet – dass ich mir eine HF wünsche, die mich als teil der Familie nimmt. Und auch, dass ich gern hätte, dass sie gesund essen (bisschen blöde vielleicht, aber das ist mir halt echt wichtig). Und dass ich am liebsten Kids zwischen 3 und 6 hätte); dann sollte ich etwas über meine Familie erzählen (und so ein beknacktes "ankreuz-Rating" gab es da auch – wie kommst du mit Vater/ Mutter/ Geschwistern klar? – exzellent, sehr gut, mittelmäßig, nicht so gut, schlecht. Nun einmal ein bisschen komisch); Welche Qualitäten meiner Meinung nach besonders wichtig sind um sich in einer fremden Familie anzupassen; Was für Fähigkeiten ein AuPair haben sollte; Ob ich schon einmal länger im Ausland gelebt habe; Ob ich schon im englischsprachigen Ausland war und wenn ja wo, wie lang und weshalb...
Solche Fragen nun einmal. Und der Bogen – so wurde mir gesagt – geht dann an die Familien, damit die sich noch ein besseres Bild von mir machen können. Und dann war ich natürlich voll hibbelig, weil ich überzeugt war, die wichtigsten/ aussagekräftigsten Sachen total vergessen zu haben, aber meine Interviewerin hat mich beruhigt und mir gesagt, dass sie doch gute Chancen sieht.

Danach kam dann noch die Frage, ob ich denn noch Fragen hätte, darüber wie's jetzt weitergeht, zum eventuellen Wechsel – aber nee, ich fühlte mich ja prima informiert. Trotzdem hat sie mir dann noch etwas über Wechselbedingungen erzählt, nur ganz kurz. Über den Wechselzeitraum zumindest, und darüber wie sie damals gewechselt hatte und warum. Sie hat überhaupt zwischendurch immer mal von ihren Erfahrungen erzählt, und das war für mich echt prima. Besonders als ich so blöde Entscheidungen treffen musste. Ist ja nicht einfach, ein Kästchen anzukreuzen, das aussagt: Hey, ich habe wenig Freunde. Dass das wenige aber sehr gute Freunde sind steht da ja nicht – aber die Interviewerin hat mir dann gesagt, dass sie das damals auch angekreuzt hat und sie das auch schon für einige andere so aufgeschrieben hat. Da war ich dann beruhigt.

Und dann der berühmt berüchtigte Psychotest – 75 Fragen geballter Nonsens. Bist du schon mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren und hast danach festgestellt, dass du dich an die gesamte Fahrt oder Teile davon nicht erinnern kannst? Manchmal fühle ich mich gelangweilt und leer. Wenn ich wütend bin sage ich gemeine Dinge. Ich muss Lügen um mich vor Ärger zu bewahren. Kommt es vor, dass Leute dir in deiner Muttersprache Fragen stellen und du plötzlich feststellst, dass du die Frage nicht verstanden hast? Meine Freunde sagen, ich hätte ein übles Temperament. Ich bin mir nicht sicher, was meine wahren Werte sind. Die Gedanken rasen nur so durch meinen Kopf.
Mmh, teilweise muss man wirklich schmunzeln. Und solange man nicht unbedingt "very often" ankreuzt bei Fragen à la "Wenn ich wütend werde schreie ich und schmeiße mit Dingen um mich" oder "Wenn ein schwer zu lösendes Problem auftritt, versuche ich sofort, die Verantwortung auf andere abzuwälzen" kann man da sicher nicht soo viel falsch machen.

Und dann waren wir auch schon fertig, mit Psychotest und Quasselei zwischendurch hat es dann doch gut 85 Minuten gedauert, aber das war ja nicht schlimm, hatte ja Zeit mitgebracht und es war wirklich nett. Danach haben wir dann auch gleich noch ein bisschen weitergeplaudert, sie hat mir Tipps für die Telefongespräche gegeben – und weil ich ihr erzählt hatte, dass das mit dem Weg bei meinen Kartenlesekünsten doch nicht sooo leicht war hat sie mir den Weg zum Bahnhof extra noch mal aufgemalt - fand ich wirklich prima. Haben uns sehr nett verabschiedet als ich dann los musste. Sie hat mir auch noch auf den Weg gegeben, dass sie das Interviewzeugs noch am selben Abend an die AYUSA weiterleiten würde und dass ich mit meinem Englisch absolut sorgenfrei sein müsste, und dass sie mir alles gute wünscht. Fand ich wirklich sehr herzlich. Und im Nachhinein muss man sich vorher wirklich keine Sorgen machen, das ist echt locker. Hatte etwas von einem unverkrampften Kennen lernen, kein steifes Fragen abklappern sondern auch mal mehr erzählen als gefragt ist oder prima Zusatzinformationen ergattern. Würd ich sogar noch mal machen :)

Soweit mein Interviewbericht.
Liebe Grüße
Cynthia

von Carina

Auch bei mir war es letzten Montag soweit und ich hatte mein Interview. Ich
war super nervös, vor allem weil ich schon 6 Jahre kein Englisch mehr hatte
und da war ich ganz froh, dass mich meine beste Freundin gefahren hat. Ich
wäre womöglich noch gegen einen Baum oder so gefahren. *g* Viel zu früh
waren wir in Karlsruhe und haben dann erst mal in einem Restaurant oder was
auch immer das war noch ein O-Saft getrunken. Als es dann Zeit war hab ich
mich auf den Weg zu meiner Interviewerin gemacht. Die Klingel brauchte ich
nicht lange suchen weil ein AYUSA Aufkleber daneben geklebt hat, der mir
natürlich gleich ins Auge stach. Sie hat mich auch gleich supernett
empfangen und hat mich reingebeten. Wir haben uns dann ins Wohnzimmer
gesetzt wo sie mir erst mal eine Tasse Tee angeboten hat. Sie hat mir dann
kurz erklärt wie das jetzt alles abläuft und dann haben wir auch schon mit
dem englischen Teil angefangen. Superschnell hatten wir die erste Seite der
Fragen durch, genauso schnell war die zweite Seite der Fragen erledigt und
der englische Teil des Interviews so gut wie rum. Die Fragen waren die, die
ihr hier auch überall nachlesen könnt. Warum willst du Au Pair werden? Was
erwartest du dir von dem Jahr? Wie stellst du dir deine Hostfamily vor? Wie
ist deine Familie hier in Deutschland? Was willst du machen wenn du wieder
aus Amerika zurück kommst? usw. Wir haben dann noch über meine Erfahrung in
der Kinderbetreuung gesprochen. Und dann war der englische Teil komplett
erledigt.

Danach sind wir meine Daten noch durchgegangen. Also wann ich ausreisen
möchte, von welchem Flughafen, ob ich mir vorstellen kann bei einem
alleinerziehenden Elternteil mein Jahr zu verbringen. Also auch nix
spektakuläres. ;-)

Jaaa und dann kam der berühmte Psychotest, mit wirklich komischen Fragen. Ob
ich mit Dingen durch die Gegend schmeiße wenn ich wütend bin, oder ob ich
schon mal vergessen habe das ich ein Kleidungsstück angezogen habe. Also der
ist wirklich eher amüsant. Was mir allerdings doch peinlich war: Irgendwie
dacht ich immer das alle von einem Test zum ankreuzen gesprochen haben und
habe auch nicht weiter gelesen was auf dem Blatt noch stand. Ich hab also
schön meine Kreuze gesetzt, meine Interviewerin hat mich in der Zeit alleine
gelassen und ich hab mich dann gemeldet als ich fertig war. Naja sie schaut
auf das Blatt und fragt „Kannst du englisch?“ Ich glaub ich bin knallrot
angelaufen in dem Moment. Jedenfalls muss man die Zahlen einkreisen und
nicht ankreuzen. Ja hätte ich mal besser gelesen. War aber auch nicht weiter
schlimm, ich habe dann meine Kreuze wieder wegradiert und meine Kreise
gemacht. Sie kam dann noch und meinte das es ihr leid tut, dass ich jetzt
noch mal alles machen muss, aber ich hätte ja auch lesen können. ;-)

Und das war’s dann eigentlich auch schon. Sie meinte dann noch das meine
Unterlagen am Freitag in die USA geschickt werden und sie mir ganz viel
Glück bei der Suche nach meiner Gastfamilie wünscht.

Also an alle die ihr Interview noch vor sich haben. Ihr braucht echt keine
Angst zu haben. Das ist wirklich nicht schwer. Meine Interviewerin hat noch
so passend gesagt das ein Bewerbungsgespräch schwieriger ist. Die müssen
sich für eine Person entscheiden und sie kann alle haben. Und sie hat ja
auch recht.

Also macht euch keinen Kopf und geht ganz locker zu eurem Interview. Das
wird schon.

Ach und gestern also Freitags kam schon mein Congratulations Letter von
AYUSA. Nur 4 Tage nach meinem Interview. :-)

von Nicole

Die Interviewerin war wirklich total nett. Hat mich erst mal mit Tee und Gebäck versorgt ;). Sie meinte dann auch, dass bei ihr alles ganz locker wäre. Wars dann auch. Alles was ich auf Englisch nicht so erklären konnte durfte ich auf Deutsch sagen. Zuerst wurden dann eher so formale Sachen abgefragt. Von wegen wann ich genau gehen will, ob ich ne Wunschregion hab usw.
Danach gings dann mit dem Fragebogen weiter. Also manche Fragen waren wirklich komisch. Hier mal einige Beispiele:

Willst du später mal heiraten und Kinder haben? Wie stellst du dir das Leben mit deiner Familie in der Zukunft vor?
Was macht einen Freund aus?
Hast du viele Freunde?
Wie ist deine Beziehung zu deiner Familie? Familienbeschreibung.
Wie sollte deine Gastfamilie sein?
Möchtest du aufs Land kommen oder in eine Stadt? In einem Haus oder einer Wohnung leben? (im Bezug auf mein Leben in den Staaten)
Möchtest du eine arme oder reiche Familie haben?
Wie sollte ein AuPair sein und was bringst du dafür mit? Also Fähigkeiten uns Eigenschaften.
Wie viele Kinder möchtest du betreuen?
Wie könnte die Familie dir die Anfangszeit erleichtern? Wie könntest du dir selbst erleichtern?
Was würdest du machen wenn du kein Auto zur Verfügung hätte / Was würdest du machen, wenn du kein Auto hätte und es auch keine öffentlichen Verkehrsmittel geben würde?
Was würdest du in Problemsituationen machen?
Wo kommst du her? Also wie groß ist die Stadt in der du lebst und in welcher Gegend lebst du?
Was machst du in deiner Freizeit?
Wo wurdest du geboren und wo lebst du im Moment?
Erzähle etwas über deine Erfahrungen mit Kindern (Referenzen).
Wieso willst du das AuPair Jahr machen?
Warst du schon mal länger von zuhause fort?
Was willst du nach dem Jahr machen?
Wie sieht deine Abendgestaltung aus?
Gibt es etwas vor dem du Angst hast was dein Auslandsjahr betrifft?
Was möchtest du mit deiner Gastfamilie alles machen?
Was erwartest du dir von dem Auslandsjahr?
Sollten die Eltern beide arbeiten oder wäre es okay, wenn ein Elternteil zuhause wäre?
Kämst du in einer Familie klar, die eine andere Religion hat?
Würde es dich stören, wenn die Familie sehr politisch wäre oder sehr philosophisch?
Dürften die Gasteltern homosexuell sein? Oder allein erziehend?
Nenn ein Beispiel aus deinem Leben, dass du nicht rassistisch bist. Hast du ausländische Freunde?

Glaub des dürfte es so grob gewesen sein. Sind auch nicht alle Fragen. Danach kam dann der Psychometrischer Test. So schlimm fand ich den gar nicht. Bin ziemlich schnell fertig damit gewesen und das Englisch war wirklich nicht so schwer. Also alles machbar. Wünsch euch viel Glück und hoffe, des konnte euch ein wenig helfen :)

von Isabella

Der Terminw urde sehr kurzfristig festgelegt und ich war auch sehr aufgeregt weil mein Englisch wirklich zu Wünschen übrig lässt.
Ich habe mir alle Erfahrungsberichte angeschaut, mir Fragen ausgedacht über dessen Antworten ich Zuhause schon ausführlich nachgedacht habe. Natürlich habe ich auch wie empfohlen einen Haufen Adjektive gelernt. Schließlich bin ich dann nach einer schlaflosen Nacht mit meinem Papa nach Göttingen gefahren, wo Linda uns schon erwartet hat. Wir haben erst zu 3. über allgemeine Dinge gesprochen und Fragen geklärt. Dann zum Interview( auf Englisch) waren wir alleine. Sie war ganz lieb und hat die Fragen ganz langsam gestellt, und was ich nicht wusste hat sie mir gesgagt..es war ja zu merken das ich aufgeregt war...aber mit ein bisschen Vorbereitung hat es ja dann geklappt.
Sie hat gesagt, es war nicht perfekt aber es gibt schlimmeres..also traut euch, es ist gar nicht so wild..wenn ich das schon schaffe..und ich bin echt ne Englisch- Niete!! Aber dafür ist so ein Jahr ja auch gut.
Naja nun mal zu einigen Fragen die sie mir gestellt hat: Errähle etwas über deine Familie. Wie verstehst du dich mit ihnen? Hast du viele Freunde?Was sollte ein Aupair für Eigenschaften haben?Wie sollte deine Gastfamilie sein? Was hast du für Hobbys?WAs möchtest du nach der Schule machen? Gibt es etwas wovor du Angst hast, wegen dem Auslandsjahr?...und so weiter..
Dann kam der Test. er war auf Englisch aber sie hat mir bei schwierigen Vokabeln geholfen. Das der Test etwas seltsam ist ist ja bekannt, aber er ist nicht weiter schlimm.
Nach 1,5h war ich dann fertig und konnte sichtlich glücklich und erleichtert nachhause fahren. 3 Tage später, also heute habe ich einen Brief von AYUSA bekommen: "Congratulations"!!!
Also, ihr lieben, viel Spaß, ich drück euch die Daumen!!

Von Christine

Zwei Tage nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen zu Ayusa geschickt hatte, bekam ich schon die Mitteilung mich mit der im Brief genannten Repräsentantin in Verbindung zu setzen, um einen Termin für das Interview zu vereinbaren. Meine Interviewerin rief mich sogar als erste an, nur war ich zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause. Meine zwei Versuche sie zu erreichen endeten damit, dass ich immer nur die Mailbox dran hatte. Doch dies war nicht weiter schlimm, da sich meine Interviewerin sofort wieder bei mir gemeldet hat. Wir vereinbarten also einen Termin für den übernächsten Freitag.

Nach Feierabend bin ich direkt zur Wohnung meiner Interviewerin gefahren. Dort angekommen bot mir Nicole zuerst was zu trinken und Kekse an. Am Anfang unterhielten wir uns darüber, was ich so in der Zwischenzeit gemacht habe. Ich hatte das Glück meine Interviewerin in November an einem Infotag in Bonn schon kennengelernt zu haben. Danach ging´s an die ersten englischen Fragen. Nicole hatte nämlich nur meine Kurzbewerbung vorliegen. Und um zu gucken, ob sich da was geändert hat, gingen wir die zuerst durch. Dann musste ich noch einen Zeitungsartikel über Alzheimer vorlesen. Den Artikel hatte ich soweit verstanden, konnte aber mit den Fachbegriffen nichts anfangen. Es folgten Fragen wie: Wann würde ich gerne ausreisen? Was macht einen Freund aus? Wie stelle ich mir meine zukünftige Familie vor? Soll sie auf dem Land oder der Stadt leben? In einem Haus mit Garten oder einer Wohnung? Sollte meine Familie arm oder reich sein? Wie viele Kinder sollte sie ha! ben? Was würde ich machen, wenn die Familie jetzt kein Haus hätte? Wie könnte mir die Familie die Anfangszeit erleichtern? Was würde ich machen, wenn ich kein Auto zur Verfügung hätte? Was würde ich machen, wenn ich kein Auto zur Verfügung hätte und die öffentlichen Verkehrsmittel total schlecht seien. Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollte man als Au pair haben? Was würde ich in Problemsitutationen machen? Dann sollte ich noch was über meine Familie und mich erzählen. Wo ich herkomme, was ich in meiner Freizeit mache, woraus meine Babysitterreferenzen bestehen, über die Kinder dort erzählen, wieso ich das Au pair Jahr machen will. Wie ich mir meine Zukunft vorstelle, ob ich heiraten will, Kinder haben will, in einem Haus oder in einer Wohnung wohne möchte, in der Stadt oder auf dem Land.

Nachdem ich alle Fragen beantwortet hatte, kam der psychometrischer Test. Wie in den anderen Interview-Erfahrungsberichten schon erwähnt wurde, ist das ein Test, in dem man so um die 75 Fragen beantworten muss. Man muss aber nicht selbst eine Antwort formulieren, sondern soll auf eine Skala von eins bis fünf ankreuzen wie genau auf einen persönlich die Fragen oder Aussagen zutreffen. Hier ist mal ein Teil der Fragen, die vorkamen: Verzeihe ich Kleinigkeiten nur schwer, will ich bei Problemen immer die ranghöchste Person sprechen, kam es schonmal vor, dass ich nicht mehr wusste, dass ich ein Kleidungsstück angezogen hatte oder im Bus oder Zug sitze und mich nicht mehr an die Fahrt erinnere, mich attraktiv anziehe, auch wenn ich nur zur Arbeit gehe, denke, dass ich wie andere Personen bin oder denke, dass andere Person dumm sind, mich verstelle, nur um ein Lob zu kriegen, dass die Zeit in der ich auf eine Bestellung warte, sehr schwierig werden kann, ich übe! r Problemsituationen Witze mache, ich über Problemsitution lache, ich Probleme von anderen Personen lösen lasse, ich mit den Problemen wachse, ob ich mich selbst beschäftigten kann (war formuliert mit: enjoy myself), ob man es schon bereut hat, Personen schlecht behandelt zu haben, ob ich oft flirte oder ob ich oft weine und meine Freunde zur Begrüßung umarme, ob ich mit Sachen werfe, wenn ich sauer bin, ob ich traurig wäre, wenn mich eine nahstehende Person verlässt, ob ich gerne im Mittelpunkt stehe, usw.

Nach 3,5 Stunden war mein Interview dann auch zu Ende. Nach nicht einmal einer Woche bekam ich von Ayusa den Brief mit dem Betreff "Congratulations" und Inhalt, dass das Ergebnis meines Interviews positiv war und jetzt meine Referenzen überprüft werden.

Ich kann allen wirklich sagen, dass der Test nicht schlimm ist und empfehle vor dem Test noch Adjektive zu lernen, da man die Familie, Freunde, die Charaktereigenschaften der zukünftigen Familie und eines Au pairs beschreiben soll.

Von Janina
Nachdem ich meine Unterlagen an AYUSA geschickt hatte, bekam ich schon 3 Tage später die Adresse meiner Interviewerin und die Bitte mich mit Ihr in Verbindung zu setzen. Eine Woche später war es dann soweit.

Zuerst fragte sie mich auf Deutsch, wie ich denn auf die Organisation gekommen sei und ob ich gut hergekommen sei und andere Small takl Sachen. Dann fragte sie mich, ob ich ein Problem mit Familien anderer ethnischer Herkunft, anderer Religion, oder mit alleinerziehenden Müttern oder Vätern oder gleichgeschlechtlichen Paaren, die ein Kind adoptiert haben oder mit behinderten Kinder hätte.

Nachdem ich auch diese Fragen beantwortet hatte, fragte sie mich nach meinen „Lieblingsstaaten“ und meiner „Traumfamilie“, danach war es Zeit meinen Test zu machen.

Und ganz ehrlich, der Test ist echt komisch, paar mal musste ich Sie fragen ob ich die Frage wirklich richtig verstanden habe, weil die teilweise so komisch waren. Um euch einen kleinen Einblick zu geben, es ist ein Test der ca. 67 Fragen umfasst. Auf einer Skala von 1( often) bis 5 (never) kann man dann ankreuzen wie sehr die Aussage oder Frage zutrifft. Das sind dann z.B. so Fragen wie: Haben sie schon öfter Dinge getan, die sie später bereut haben ? Oder haben sie das Gefühl sich immer attraktiv anziehen zu müssen, auch wenn sie nur zur Arbeit gehen ? Tun sie oft Dinge obwohl sie, sie gar nicht tun wollen nur um anderen zu gefallen? Auch sehr amüsant fand ich die Frage : Ist es Ihnen schon mal passiert, dass sie in einem Zug oder einem Bus saßen und sich später nicht mehr an die Fahrt oder an das, was davor war erinnern konnten? Ihr seht also, ziemlich seltsame Fragen.

Danach ging das ganz auf Englisch weiter, sie fragte mich ein paar Fakten über meine Familie und meine Beziehung zu den einzelnen Personen. Außerdem wollte sie wissen, welche Vorstellung ich denn von Amerika und meinem Job als Au-pair habe, und ob ich viele Freunde habe und was meine Hobbies sind. Wo ich meine Aufgaben im Umgang mit den Kindern sehe, wo ich glaube , dass es Probleme geben könnte, wovor ich Angst habe und weitere Fragen dieser Art. Ich habe gigantisch viele englische Grammatikfehler gemacht, obwohl ich schon seit 8 jahren Englisch habe Ich war halt wie viele a bissle nervös.

Aber ich glaube, dass sind die Interviewer gewöhnt.

Nachdem so ziemlich alles abgechekt worden war bekam ich einen englischen Text in die Hand gedrückt, den ich mir durchlesen sollte und dann zusammenfassen und dazu Fragen beantworten sollte. Der Text handelte von dem Phänomen , dass Frauen früher zu Hause ausziehen als Männer und was die Gründe ein paar dieser Männer sind. Nachdem ich fertig war stellte sie mir Fragen zum Text, dann etwas allgemein zu diesem Phänomen und was ich darüber denken würde. Dann bat sie mich 6 Absätze vorzulesen.

Danach fragte sie mich ob es noch irgendetwas gäbe , was die Organisation für meine erfolgreiche Vermittlung wissen sollte.

Und dann war es auch schon vorbei, sie sagte, dass ich ihr gut gefallen habe, sie mir einen guten Bericht schreiben wird und ich nächste Woche Nachricht bekommen würde und mich ab jetzt auf Anrufe einstellen könnte.Zum Schluss wünschte sie mir viel Glück und ein erfahrungsreiches, schönes und erfolgreiches Jahr als Au- Pair.

Als Resumee muss ich sagen, dass die Atmospäre nicht so streng war wie bei einem Bewerbungsgespräch bei einer Firma, aber auch nicht zu locker. Ich glaube die Interviewer lehnen sehr wenige Bewerber ab, aber man sollte sich vor dem Gespräch schon einige Gedanken über seine Vorstellungen und seine Gründe machen, dann kann fast nichts mehr schief gehen. Also an Alle die es noch vor sich haben viel Glück und alles Gute und nur nicht aus der Ruhe bringen lassen ;)

Liebe Grüße
Janina

Von Martina
Vorneweg, alle die bisher geschrieben haben, dass es überhaupt nicht schlimm war, haben absolut recht, und ich tat gut daran euch das zu glauben, weshalb ich eigentlich kaum nervös war, als ich mich auf den Weg machte. Den Termin hab ich übrigens sehr schnell bekommen und Sonja war sehr flexibel, so konnten wir das Interwiew noch durchziehen, bevor wir beide in den Urlaub fahren. Ich kam also in ihre sehr schöne Wohung und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Hat erstmal erzählt, dass sie ein High-School Jahr drüben verbracht hat, und hat dann meine Angaben von der Kurzbewerbung überprüft. Dann hat der Teil auf englisch begonnen, sie hat mir ziemlich viele Fragen gestellt, über meine Familie, meine Freunde, meine zukünftige Gastfamilie, meine Freizeit, natürlich, warum ich Aupair machen möchte, eigentlich hat sie genau das gefragt, womit ich gerechnet hatte, weil ich die anderen Erfahrungsberichte gelesen habe. Die Fragen sind dann auch immer die gleichen, weil sie von der Organisation vorgegeben sind, Sonja musste dann zu jeder Frage Stichpunkte notieren. Die Fragen waren dann auch ziemlich schnell zu Ende, mir ist es überraschenderweise ziemlich leicht gefallen, Englisch zu sprechen, was sicher zu einem großen Teil an der freundlichen Atmosphäre lag! Anschließend musste ich den Psychotest ankreuzen, der wirklich etwas eigenartig war, was mich aber auch nicht überrascht hat, weil ich hier schon so einiges drüber gelesen habe;-) Jedenfalls ging auch das superschnell, dann musste ich noch ein paar Sätze auf Englisch vorlesen, was nicht so super lief, hab mich paar Mal verhaspelt, aber um ehrlich zu sein, englisch vorlesen konnte ich in der Schule schon nicht wirklich gut. Aber gut, auf jeden Fall war hiermit das Interview schon zu Ende, Sonja hat mich noch gelobt für mein Englisch (Juhuu!), und schon war ich wieder draußen. Und das nach 45 Minuten! Ich war total überrascht, es hieß ja, man soll mindestens eineinhalb Stunden dafür einplanen, und die Interviews von denen ich gelesen habe, dauerten auch alle viel länger! Aber mir sollte es recht sein. Bin auf jeden Fall sehr glücklich, dass auch das geschafft ist, und hoffe, dass bald die richtig aufregende Phase beginnt!

Von Yvonne
Nachdem ich meine Schriftlichen Bewerbungsunterlagen eingereicht hatte, wurde ich zum Interview eingeladen und bekam die Adresse meiner Interviewerin zugeschickt. Ich rief sie an und am folgenden Mittwoch hatten wir beide Zeit...
Nachdem wir es uns in ihrem gemütlichen Wohnzimmer bequem gemacht hatten und sie mir etwas zum Trinken angeboten hatte, ging es auch schon los. Zuerst wurden meine Fragen zum Au pair Programm geklärt und dann gingen die Fragen an mich... Ab diesem Zeitpunkt wurde das Interview auf Englisch geführt. "Why do you want to be an au pair?" "What should your future hostfamily be like?" "What would you like to do with your future hostfamily?", " What qualities should an au pair have?"... Hauptsächlich drehten sich die Fragen um meine Freizeit und Hobbies, meine Erfahrungen mit Kindern, warum ich Au pair werden will und wie ich mir das Leben in den USA/meine Gastfamilie vorstellte. Den Psychotest gab es damals (zum Glück :-) ) noch nicht, da der Louise Woodward Fall erst während meines Jahres passieren sollte... Zwischendurch musste ich einen kurzen Zeitungsartikel auf Englisch vorlesen und eine Frage dazu beantworten (es ging um Lady Diana und ob ich so sein will wie sie). Am Ende gab mir die Interviewerin noch ein paar gute Tipps für die Auswahl der Gastfamilie: z.B. dass ich nicht der erstbesten Familie zusagen solle, sondern mir gut überlegen solle, ob die Familie auch zu mir passt, dass ich auch auf das Klima achten soll und z.B. nicht nach Seattle gehen soll, wenn ich mit Kälte nicht klar komme, dass ich darauf achten soll ob die Familie mir sympathisch ist und nicht nach der Stadt entscheiden soll, in der die Familie lebt, dass ich auf jeden Fall eine Nacht darüber schlafen soll, bevor ich einer Familie zusage...
Diese Ratschläge habe ich mir damals auch zu Herzen genommen (damals gab es ja noch kein Internet und kein "Fit für Au pair in den USA", wo man solche guten Ratschläge nachlesen konnte) und mir aus den 5 Familien, die mich angerufen haben, die Familie ausgesucht, die mir am sympathischsten war und Dinge wie Wohnort und Versprechungen habe ich ausser Acht gelassen. Und siehe da: es war der Glücksgriff meines Lebens!

Von Stefanie
Nur zwei Tage nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen nach Berlin geschickt hatte, kam bereits die Einladung von AYUSA mitsamt der Adresse der zuständigen Repräsentantin. Also rief ich ihr an und wir beide machten einen Termin aus für den übernächsten Samstag. Schon am Telefon war die Interviewerin total nett gewesen und auch beim Interview selber half sie mir, wenn ich einmal nicht weiterkam oder den einen oder anderen Ausdruck nicht verstand.
Nachdem sie mir dann in ihrem Esszimmer etwas zu trinken angeboten hatte, erklärte sie erst einmal, was auf mich zukommen würde und gab Antwort auf meine Fragen. Zuerst wurde das Interview durchgeführt, natürlich auf Englisch, aber es war wirklich nicht sehr schwer zu verstehen. Ich wurde gefragt, wie ich zu meiner Familie stehe, wie ich die Beziehung zu den einzelnen Personen bezeichnen würde, wie ich mir meine Gastfamilie vorstelle (ob reich oder ärmer, ob Städter oder vom Land,...), wie ein Au Pair sein sollte (und das war gar nicht so einfach, denn man muss auf alles mögliche achten wie z.B. auch praktische Fähigkeiten), wie man mir die erste Zeit in den USA leichter machen kann (also was ich für mich selber tun würde, um nicht nur im Haus zu hocken und was ich von meiner Gastfamilie erwarte), was ich nach dem Jahr in USA machen werde, ob ich einen Freund habe (wenn ihr keinen habt, erspart ihr euch jede Menge Fragen), ob ich beabsichtige, bald zu heiraten (Amerikaner wollen keine Ausländer, die nur ins Land kommen, um zu heiraten), was ich mir von dem Jahr im Ausland erwarte, usw. Nach den vielen Fragen kam dann der berühmt berüchtigte Psychotest, der aber ganz harmlos war. Knapp 80 Fragen musste ich beantworten, und zwar immer auf einer Skala von 1 bis 5. Bei manchen Fragen fragt man sich echt, ob das wirklich einen Sinn haben soll, aber man kreuzt sie eben an... Im Gegensatz zu anderen Au Pairs musste ich keinen englischen Text vorlesen, das blieb mir erspart. Rund eine Stunde hat alles gedauert, aber die Zeit ging wirklich schnell vorüber und ich war auch überraschenderweise kein Bißchen aufgeregt, wozu sicherlich die Interviewering beigetragen hat. Alles in allem lief es eigentlich gut, die Interviewerin meinte noch, dass mein Englisch klasse wäre und ich bestimmt eine Familie finden würde und dann erzählte sie mir noch, wie es jetzt weitergehen würde und gab mir ein paar Tipps bezüglich der Auswahl der "richtigen" Familie, z.B. dass ich, wenn möglich, auf ein Auto bestehen sollte, wenn ich nicht gerade irgendwo downtown leben würde, wo man auch mit Bahn und Bus mobil ist.
Also, allen, die das Interview noch vor sich haben kann ich nur sagen, dass das alles wirklich nur halb so schlimm ist, wie man sich vorstellt. Ich drücke Euch die Daumen, dass alles gut klappt!

Von Maren
Letzten Freitag habe ich meine Bewerbungsunterlagen zu AYUSA nach Berlin geschickt. Am Dienstag hatte ich dann schon den Antwort-Brief mit der Adresse und Telefonnummer meiner Interviewerin im Briefkasten. Ich habe sie dann sofort angerufen, und wir haben uns auf den nächsten Freitag (Karfreitag) geeinigt. Zuerst hat die Interviewerin mir kurz erklärt, was auf mich zukommt und dann ging's auch schon los. Der erste Teil des Interviews wurde auf deutsch geführt. Ich musste nochmal fast die gleichen Fragen beantworten, die auch schon in der Bewerbung gestellt wurden. Zu meinen Erfahrungen mit Kindern und so. Ich fand das genz gut, weil man alles noch etwas genauer erklären kann. Zum Beispiel wurde ich noch gefragt, ob ich gerne in eine bestimmte Ecke der USA möchte, wieviele Kinder ich betreuen möchte, ob es mir lieber wäre, wenn beide Eltern arbeiten, oder z.B. die Mutter zu Hause ist, ob es mir was ausmachen würde mit einem gleichgeschlechtlichen Paar zusammenzuleben... Dann ging es auch schon auf englisch weiter. Ich sollte von meiner Familie erzählen, wie das Verhältnis zu meinen Eltern und meinem Bruder ist, warum ich AuPair werden will, welche Eigenschaften meiner Meinung nach ein AuPair haben sollte, wie meine zukünftige Familie sein soll usw. Dazu sollte man sich vor dem Interview vielleicht schon mal ein bisschen was ausdenken! Und dann sollte ich noch erzählen, wie ich mir meine Zukunft vorstelle, wie und wo ich später leben möchte, ob ich heiraten und Kinder haben möchte. Dann kam der berühmte psychometrische Test: 75 Fragen, eigentlich waren es Behauptungen bei denen man in 5 Abstufungen ankreuzen sollte, wie sie auf einen selber zutreffen. Never, seldom, sometimes, often, very often. Die Interviewerin hat mich dann noch die Anleitung des Tests auf englisch vorlesen lassen und hat mich dann mit einem Wörterbuch allein gelassen. Ich hatte so viel Zeit, wie ich wollte und die Sachen die ich nicht so richtig verstanden habe, haben wir zum Schluss nochmal zusammen durchgesprochen. Eigentlich fand ich die Fragen in dem Test irgenwie lustig aber ich habe mich doch bei manchen gefragt, ob mir aus meinen Antworten wohl irgendie ein Strick gedreht werden kann. Zum Beispiel gab es diese Behauptung in der Richtung "Ich fange schnell an zu weinen, und ich umarme meine Freunde, zur Begrüssung, wenn ich sie treffe" Ich meine, was lässt sich aus der Antwort auf sowas schliessen??? Naja, sehr gut gefiel mir auch "I flirt a lot" oder sowas wie "Ich werfe mit Sachen, wenn ich sauer bin"... Naja, danach hat die Interviewerin mir dann noch gesagt, wie's jetzt weitergeht und dass sie einen sehr positiven Eindruck hat und mir viel Glück wünscht. Nach 2 Stunden war dann alles vorbei. Mir hat das Interview sehr viel Spass gemacht und es war überhaupt nicht schlimm!

Von Andreas
Ich hab mich bei AYUSA beworben und vor nicht mal einer Woche meine Bewerbung abgeschickt. Und heute hatte ich bereits mein Interview! Zwei Tage nach Absenden der Bewerbung bekam ich einen Brief von der Organisation, in dem man mir Namen, Adresse und Telefonnummer der Interviewerin mitteilte.
Ich habe sie sofort angerufen und wir haben uns schnell auf diesen Montag (telefoniert am Freitag) geeinigt. Und so machte ich mich auf den Weg in ihr schönes Häuschen in Hamburg.
Das ganze war erst mal ziemlich locker. Sie hat mir das ganze Verfahren in Ruhe auf deutsch erklärt und mir Zeit für Fragen gelassen. Bisher war alles auf deutsch.
Die Fragen wurden dann allerdings auf Englisch bearbeitet. Wie in den anderen Berichten bereits beschrieben, laufen die meisten in die Richtung: "Warum willst Du AuPair werden?", "Welche Fähigkeiten sollte eine AuPair-Familie haben?", "Könntest Du Dir vorstellen mit einer gleichgeschlechtlichen Familie zusammen zu leben?", Ist Dir die Hautfarbe der Familie wichtig?", Könntest Du Dir vorstellen mit einer/einem Alleinerziehenden zusammenzuwohnen?, "Sollte Deine Familie reich sein?", Fragen über Deine Familie u.s.w.! Es ist alles in einem nicht wirklich viel. Aber genug für die Interviewerin, um sich ein gutes Bild von Dir zu machen.
Danach kam dann der vorgeschriebene Psycho-Test! Es waren insgesamt 75 Fragen, die alle von einer Skala von 1-5 (never - very often) auf ihr Zutreffen auf mich überprüft werden mußten. Viele echt dumme Fragen, die auch zum Teil miteinander verkoppelt werden. Z.B. "Gehst Du mit Deinen Gefühlen offen um, weinst häufig und umarmst Deine Freunde wenn Du sie triffst?".... HÄH???
Die Fragen laufen irgendwie alle darauf hinaus, ob Du eine gefestigte, stabile Persönlichkeit bist, leicht durchdrehst und flexibel bist.
Alles nicht so schlimm, bloß etwas müßig!
Sie hat weiter keinen Englisch-Test gemacht. Ich weiß aber nicht, ob das immer so ist.
Ansonsten haben wir auch zwischendurch immer mal auf Deutsch gesprochen. Sie hat viele Tips gegeben und sich für "Ihre AuPairs" auch persönlich interessiert.
War also alles gar nicht so schlimm wie erwartet und hat meine Vorfreude auf das Jahr enorm gesteigert

Von Kristin
An einem Freitag hatte ich (endlich) mein Interview!! Ich war auch echt gar nicht aufgeregt, hab mich nur gefreut. Naja, trotz allem hatte ich dann Panik mit Zu-Spät-Kommen alles zu vermasseln, also war ich (wie üblich ;o) ne halbe Stunde zu früh da, denn den Weg von der U-Bahn hab ich dann doch ganz schnell gefunden, na, bin dann noch etwas „spazieren“ (Besser: Zeit totschlagen ;o) gegangen und stand um zehn vor vier bei meiner Interviewerin Kirsten auf der Matte!!
Sie ist echt supernett, zu erst hat sie mir noch kurz was von sich erzählt, sie war auch Aupair usw., dann hat sie mir genau erklärt, was wir machen würden und dann haben wir angefangen.

Sie ist die Fragen auf ihrem Bogen durchgegangen und hat dann notiert was ich geantwortet habe. Es ging halt darum, wie ich mir das alles so vorstelle, wie ich mit meiner Familie auskomme, ob sie mich unterstützen. Dann ob ich mir vorstellen kann in einer Familie anderer Rasse, Religion, mit alleinerziehendem oder gleichgeschlechtlichen Elterntei(en) und so was halt. Dann natürlich warum ich Aupair werden will, ob ich schon mal alleine irgendwo/ in (welchen) englischsprachigen Ländern war, was es meiner Meinung nach für „problems and challenges“ geben wird, wenn ich erst mal in den Staaten bin, welche Qualitäten ein Aupair meiner Meinung nach mitbringen muss und was ich mit meinen kids hier so gemacht hab. Das wars eg. auch schon.

Dann hab ich diesen berühmtberüchtigten „Psychotest“ gemacht, der eg. gar keiner war. Man musste halt zu statements sagen, ob man das „never“ „seldom“ „sometimes“ „often“ oder „very often“ macht. Da kann man auch nix falsch machen, aber die wollen halt was über deine Psyche wissen ( sind sie launisch, haben sie schon mal gelogen, würden sie andere Leute ausnutzen um zu bekommen was sie wollen,...). Ach ja und macht euch bloß keinen Kopf wegen Vokabeln oder so; zu dem „Psychotest“ kriegt ihr ne Übersetzung, da es ja dbei nicht um die Vokabeln geht.

Als ich den Test dann fertig hatte musste ich noch einen kurzen Artikel vorlesen und sagen worum es ging. FERTIG!!!!

Also alles easy, Kirsten hat mir dann gesagt, dass sie das alles sehr gut fand. Besonders, dass ich beim Englischreden nicht ein deutsches Wort gesagt hab rechnet sie mir hoch an * freuFreu * mein Englisch wäre echt gut * immerNochMehrFreu* (da wird meine Englischlehrerin aber gucken ;o) und der Rest wäre auch super gewesen und ich würd wohl ne gute Beurteilung kriegen * nochMehrFreu*

Fazit:
Also macht euch bloß keinen Kopf!!!! Das ist absolut überflüssig!!! Ich war völlig unvorbereitet, wusste zwar ungefähr was kommt, aber hab (bewusst) keine Vokabeln angeguckt oder so was und es ist trotzdem alles (sehr) glatt gelaufen *vorFreudeNichtMehrZuHaltenBin * (für alle Skeptiker: ich bin eg. eher ne Englischniete, zumindest in der Schule, aber wenn man erst mal angefangen hat zu reden wird’s einfach)
Also schiebt nen ruhigen, die wollen da keinem irgendwie was böses.

So das zu meinem Interview, an dieser Stelle noch liebe Grüße an Anne, die auch heute ihr Interview hatte, hoffe das Kind ist NICHT gekommen *grins* und du hast es auch so easy geschafft. Außerdem auch einen ganz lieben Gruß an meine Interviewerin Kirsten., falls sie mal auf dieser Seite vorbeischaut!!

Von Martina
Vorneweg, alle die bisher geschrieben haben, dass es überhaupt nicht schlimm war, haben absolut recht, und ich tat gut daran euch das zu glauben, weshalb ich eigentlich kaum nervös war, als ich mich auf den Weg machte. Den Termin hab ich übrigens sehr schnell bekommen und Sonja war sehr flexibel, so konnten wir das Interwiew noch durchziehen, bevor wir beide in den Urlaub fahren. Ich kam also in ihre sehr schöne Wohung und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Hat erstmal erzählt, dass sie ein High-School Jahr drüben verbracht hat, und hat dann meine Angaben von der Kurzbewerbung überprüft. Dann hat der Teil auf englisch begonnen, sie hat mir ziemlich viele Fragen gestellt, über meine Familie, meine Freunde, meine zukünftige Gastfamilie, meine Freizeit, natürlich, warum ich Aupair machen möchte, eigentlich hat sie genau das gefragt, womit ich gerechnet hatte, weil ich die anderen Erfahrungsberichte gelesen habe. Die Fragen sind dann auch immer die gleichen, weil sie von der Organisation vorgegeben sind, Sonja musste dann zu jeder Frage Stichpunkte notieren. Die Fragen waren dann auch ziemlich schnell zu Ende, mir ist es überraschenderweise ziemlich leicht gefallen, Englisch zu sprechen, was sicher zu einem großen Teil an der freundlichen Atmosphäre lag! Anschließend musste ich den Psychotest ankreuzen, der wirklich etwas eigenartig war, was mich aber auch nicht überrascht hat, weil ich hier schon so einiges drüber gelesen habe;-) Jedenfalls ging auch das superschnell, dann musste ich noch ein paar Sätze auf Englisch vorlesen, was nicht so super lief, hab mich paar Mal verhaspelt, aber um ehrlich zu sein, englisch vorlesen konnte ich in der Schule schon nicht wirklich gut. Aber gut, auf jeden Fall war hiermit das Interview schon zu Ende, Sonja hat mich noch gelobt für mein Englisch (Juhuu!), und schon war ich wieder draußen. Und das nach 45 Minuten! Ich war total überrascht, es hieß ja, man soll mindestens eineinhalb Stunden dafür einplanen, und die Interviews von denen ich gelesen habe, dauerten auch alle viel länger! Aber mir sollte es recht sein. Bin auf jeden Fall sehr glücklich, dass auch das geschafft ist, und hoffe, dass bald die richtig aufregende Phase beginnt!

 

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