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Home Erfahrungsberichte über die Au pair Zeit Susie - EF/Culturalcare -
Susie - EF/Culturalcare -

Name: Susie
E-mail:
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Heimatland:
Deutschland
Au pair in:
nahe Boston, MA
Au pair Jahr: 2005/06
Au pair Kids:
Luc, 4 Jahre, Julia, 2 Jahre

Susie's Au pair Jahr

Als ich mich auf mein Au Pair Jahr vorbereitete, konnte ich von vielen Erfahrungsberichten anderer profitieren. Nach meinem erfolgreichen Jahr möchte ich also nun auch andere an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Wie alles begann…

Schon mit 16 wollte ich als Au Pair in die USA, doch da ich damals noch keinen Führerschein hatte und auch zu jung war, als Au Pair in die USA zu gehen, hatte ich mir diese Idee wieder aus meinem Kopf geschlagen, jedoch nie vergessen. Nachdem ich dann mit 19 Jahren kurz vor dem Fachabitur stand und mich zwischen Studium und Au Pair entscheiden musste, stand für mich fest, jetzt oder nie! Erstmal ließ ich mir von mehreren Agenturen Informationsmaterial schicken und hatte so einen Vergleich. Letztendlich entschied ich mich für die Agentur Cultural Care (EF) , da mir die Broschüre sehr zugesagt hatte, die Leute im Berliner Büro sehr nett und hilfreich waren und ich dabei einfach ein gutes Gefühl hatte. Erstmal gings mit einer Freundin zum Vorbereitungstreffen nach Ulm. Nach einer kurzen Einführung in das Programm und einem kurzen Interview in Englisch, fühlte ich mich bestärkt in meiner Entscheidung. Nach ca. 4 Wochen hatte ich meine Bewerbung mit Referenzen meiner Babysitterfamilien und Lehrern, Collagen, ärztlichen Bescheinigungen, polizeiliches Führungszeugnis usw. fertig. Dann ging das lange Warten auf einen Gastfamilienvorschlag los. Circa 1 ½ Monate später hörte ich das erste Mal von meiner zukünftigen Gastfamilie. Nach ein paar Telefongesprächen, zahlreichen Emails und einem guten Gefühl meinerseits und dem meiner Mutter, stand fest, dass das große Abenteuer am 8. August 2005 losgehen sollte.

Das Abenteuer beginnt…

Nach einer schönen Abschiedsparty, Packen für 12 Monate und einem schweren Abschied von meiner Familie und meinen Freunden, saß ich mit einem sehr unsicheren Gefühl im Flugzeug von München nach New York City. Ob das die richtige Entscheidung war? Dort angekommen hatte ich erst mal 4 Tage Au Pair School auf Long Island vor mir, was mir im Nachhinein dann doch ganz gut gefallen hat. Man trifft viele Leute, die alle das Gleiche durchmachen. Von Montag bis Freitagmorgen stand also Unterricht in Sachen Kinderbetreuung und eine New York City Tour auf dem Programm. Als ich dann endlich mit ein paar anderen Mädels im Bus in Richtung Boston saß, stieg die Aufregung in mir immer mehr an.
Die Ankunft in meiner Gastfamilie...

Schon vom Bus aus sah ich meine Gasteltern mit den Kindern und einem großen “Welcome/Willkommen Susie” Schild. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann Richtung „Clinton, Massachusetts“, meiner neuen Heimat. So verging das erste Wochenende. Ich traf gleich ein anderes Au Pair und von Heimweh war noch keine Spur.

Aller Anfang ist schwer...

Dieses Sprichwort hat sich für mich in meinem Au Pair Jahr immer wieder als richtig erwiesen. Es kamen immer wieder Veränderungen für mich und ich brauchte einfach eine gewisse Zeit um mich daran zu gewöhnen und dann war es auch okay. Nun zu meiner ersten Woche. Ich hatte großes Heimweh und war ganz ehrlich mit einem 10 Stunden Tag und zwei kleinen Kindern überfordert. Dies wurde aber von Tag zu Tag besser, dennoch stieß ich manchmal an meine persönlichen Grenzen. Als ich aber dann wusste, wie alles funktioniert, von Haushalt bis Autofahren über Kinderbeschäftigung, nahm alles seinen geregelten Lauf und ich wuchs trotz Schwierigkeiten immer besser die Rolle als „Ersatzmama“ hinein.

Reisen/Credits...

Natürlich war ich einige Male in Boston, da ich ca. nur 1 Stunde von Boston entfernt wohnte. Obwohl ich eigentlich nicht so der Großstadtmensch bin, hat mir Boston immer wieder gut gefallen. Von den anliegenden Bundesstaaten habe ich Rhode Island, New York, New Hampshire und Maine gesehen. Dann bin ich noch einmal nach New York City gefahren und war übers Wochenende war ich in Chicago und Montreal. Um meine Credits zu bekommen bin ich zu den Niagara Fällen und nach Quebec City (Kanada) gefahren. Danach musste ich ein 10 Seiten langes Essay schreiben und hatte somit meine Education in der Tasche. Im Juni haben mich dann meine Schwester, meine Mama und ihr Freund besucht und wir waren eine Woche in Florida.

Probleme...

Ich hatte eigentlich nie größere Probleme mit meiner Gastfamilie und habe somit auch nie meine Betreuerin vor Ort (LCC Local Childcare Coordinator) gebraucht.

Freunde...

Meine Au Pair-Freundinnen spielten während meinem Au Pair Jahr natürlich auch eine ganz wichtige Rolle, da man nach der Arbeit auch mal abschalten muss. Es ist nicht einfach am selben Ort zu arbeiten und zu wohnen. Leider wohnten die anderen Au Pairs alle 20-30 Minuten von mir entfernt. Aber wir verbrachten jedes Wochenende miteinander und trafen uns auch während der Woche oft. Wir waren oft beim Shopping in der Mall oder in Outlet Stores, bei Starbucks, im Kino, machten DVD-Abende, Ausflüge nach Boston, Sleep Overs, eine Halloween Party usw. Ich werde diese Zeit mit Andrea, Kathi, Lea, Julia, Marta und Josefine nie vergessen.

Der Abschied und mein Fazit...

Nach 13 Monaten hieß es dann für mich Abschied nehmen und das war das Schwerste vom ganzen Jahr. Das neue Au Pair habe ich noch kennengelernt und ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen mit der Eifersucht zu kämpfen. Ich hatte aber noch eine sehr schöne Abschiedsparty mit allen Verwandten und Freunden, jedenfalls die Freunde, die noch da waren, denn ich war eines der letzten Au Pairs meiner Gruppe, die wieder nach Hause geflogen sind.

Jetzt bin ich wieder ca. 6 Wochen daheim und die ersten zwei Wochen waren sehr sehr schwer. Ich vermisse meine Familie in den USA sehr und kann es kaum erwarten, sie im Dezember wieder zu besuchen. Es war ein super Jahr und ich habe für mich die perfekte Gastfamilie gefunden.

Als Fazit kann ich sagen, dass man den Schritt auf jeden Fall wagen sollte, dennoch aber sehr offen, mit viel Anpassungsfähigkeit und keinen falschen Vorstellungen an die Sache rangehen sollte.

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