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Romy - EF -

Name: Romy
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Heimatland:
Deutschland
Au pair in:
New Jersey
Au pair Jahr:
August 98 - September 99
Au pair Kids:
Kaitlyn (2 Jahre und 3 Monate), Kyle und Kristina (4 Monate)

 

Als Erstes möchte ich noch sagen, dass dieser Bericht noch nicht ganz fertig ist. Ich werde ihn zwischendurch sicher noch mal an kleinen Stellen änderen, und vor allem auch noch erweitern :)

Ohja... und heute ist der 10. März, und weil ich mich grad vom Lernen abhalten will, schreibe ich mal grad noch was.
Kann ja leider nicht wirklich in Tagebuchform schreiben, weil ich ja schon laaaange wieder in good ol´germany bin ;)
Aber am 21. März fliege ich ENDLICH nach über 3 Jahren wieder nach Amerika, um meine family zu besuchen!

Ich habe mir einige Erfahrungsberichte durchgelesen, und musste feststellen, dass es viele schlechte Erfahrungen gab/gibt.
Und auch zu hören, dass es die perfekte Gastfamilie nicht gibt... naja, ich hatte sie!
Und das gleich von Anfang an, ich habe nie gewechselt, und gleich die erste Familie nach dem Telefoninterview genommen.

Wer Fragen hat, oder mal einfach quatschen will, kann mich gerne anmailen. Ich habe jetzt schon mit 2 zukünftigen Au-Pairs geredet (Hallo Tine, Hallo Heidi) und das fand ich sehr schön, und ich denke die 2 fanden es auch hilfreich... hoffe ich ;)

Wie ich Au-Pair wurde:

Ich kam eines machmittags aus der Schule und da lief im Fernsehen ein Bericht über EF und Au-Pairs. Daraufhin habe ich mir die Broschüre schicken lassen. Das war knapp 3-4 Jahre vor meinem Abi, und darum noch nicht ganz so akut. Immer wieder kamen neue Broschüren, und die habe ich auch alle sorgfältig gelesen.
Zwischendurch habe ich dann immer mal wieder gebabysittet. Ca. ein halbes Jahr vor meinem Abi habe ich mir die Bewerbungsunterlagen schicken lassen, und versucht sie auszufüllen.
Meine Referenzen hatte ich auch relativ schnell zusammen. Im Januar bin ich dann zum Interview nach Berlin gefahren (ich wohnte damals noch in Potsdam). Der Nachmittag war ganz interessant und lustig.
Nach einiger Zeit schickte ich dann meine Unterlagen ab... mein Brief an die Gasteltern hat etwas gedauert... so gut war mein englisch auch noch nicht, aber meine Englischlehrerin hat mir sehr geholfen!

Eines Nachmittags kam dann der Brief das ich angenommen wurde und das Handbuch. Ich war sehr aufgeregt und stöberte erstmal das Handbuch durch.

Nach einigen Wochen kam dann der Anruf von EF: "Wir haben eine Gastfamilie für dich!" Leider konnte mir die Frau von EF fast nichts über die Familie sagen, weil das Fax anscheinend so schlecht war. Aber das die Gastfamilie in New Jersey wohnt, dass sagte sie mir. Auch ich wäre am liebsten nach Kalifornien gekommen, aber wo bitte liegt den New Jersey??? Da habe ich mir dann erstmal den Atlas geholt und meinen Finger an die Westküste auf Kalifornien gelegt. Und dann immer weiter Richtung Osten, bis ich an der Ostküste New Jersey fand. Na gut, dann halt New York! Die Stadt die niemals schläft. Und ich habe es NIE bereut!
Die Frau von EF meinte dann, dass die Gastfamilie sich am Abend oder am Wochenende bei mir melden würde, und dass ich mir schonmal ein paar Fragen zurecht legen sollte. Es war dienstag, und bis zum Abend oder zum WE waren es noch etwas Zeit.
Ich holte das Handbuch und suchte mir ein paar Fragen raus. Dann hörte ich damit erstmal auf, und dachte, ich hätte noch Zeit... tja, ca. 1-2 Stunden später, rief dann meine Gastmutter an. Und mir fehlten die Worte :)

Der Anruf der Gastmutter:

Der Anruf von EF und meiner Gastmutter kam am 28. Juli, und geflogen bin ich am 24. August... ging alles recht schnell.
So genau kann ich mich da auch nicht mehr dran erinnern, aber ich kann mich noch an 2 Fragen erinnern.
"Glaubst du, dass du mit 3 Kindern klar kommst?"
und
"Are you patient?"
Auf die erste Frage konnte ich nur Antworten, dass ich es nicht wüsste. Ich kann es nur versuchen. Ich hatte zwar schon auf 3 Kinder aufgepasst, aber ALLE Kinder sind nunmal verschieden.
Sehr viel später habe ich dann erfahren, dass sie mich genommen hat, weil ich ehrlich gewesen bin! :)
An die zweite Frage kann ich mich auch nur noch erinnern, weil mir nicht mehr einfallen wollte, was "patient" heißt. Ich habe dann auf gut Glück mit ja geantwortet, und mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als es mir nachher wieder einfiel: patient = geduldig!!!

Nach ein paar Tagen rief mich dann EF an um mir zu sagen, dass sich die Familie für mich entschieden hat *froi*
Ich habe dann am Abend gleich bei denen angerufen und mich bedankt und noch mal ein paar Sachen geklärt. Das Gespräch lief auch gleich viel besser, weil ich nicht mal mehr annähernd so aufgeregt war.

Wenn ich heute so meine Bewerbung durchsehe, und mir die ganzen Fehler auffallen, möchte ich wirklich nicht wissen, was ich damals am Telefon zusammen gestottert habe. :) schlimm schlimm

Der Flug und die erste Woche:

Ohja, was habe ich am Flughafen geweint! Zu meiner Überraschung kamen plötzlich noch 3 meiner Freunde die mich noch mit verabschiedeten. Eigentlich war ich nur mit meinen Eltern da. Meine Mutter konnte ihre Tränen übrigens auch nicht zurück halten.
Ich orientierte mich natürlich auch gleich an allen weinenden Menschen um mich herum, die ihren EF Anhänger am Koffer hatten. Man kam sofort ins Gespräch, und als wir im Flugzeug saßen, überwiegte dann doch die Aufregung über das neue Leben, über die Traurigkeit.
Als wir dann endlich ankamen, fanden wir schnell jemanden von EF. Wir wurden zum C.W.Post Campus gefahren... unser Bus kam an... der 2. Bus kam knapp eine Stunde später an, weil sich der Busfahrer verfahren hatte :)
Ich habe dann ein Mädel gefunden, mit dem ich mein Zimmer geteilt habe. Es war ein 2-Bett Zimmer, bei dem sich aber leider die Tür nicht abschließen ließ.
Die Klimaanlage war auch zu kalt, aber das behoben wir, indem wir sie mit Papier abdeckten :)
Achja, falls ihr auch diesen Abend bei EF macht, wo die Gruppe ein Lied aus ihrer Heimat singen sollt... nehmt nicht "Laurenzia". Ich hatte noch 3 Tage danach Muskelkater! Was nicht so toll war, weil ich ja da schon zu meiner Gastfamilie kam... und das sieht echt toll aus, wenn man dann da nur unter Schmerzen Treppen steigen kann.... und man dann nicht mal das Wort für Muskelkater kennt :D

So... jetzt aber mal zum Hauptteil:

Meine Ankunft in der Familie:

Erstmal kam mein Gastvater ca.5 Minuten zu spät zum abholen... was eine Ewigkeit ist, wenn man sieht, wie alle Au-Pairs um einen langsam aber sicher verschwinden.
Die Fahrt war sehr lustig. Ich wurde mit einem roten Buick Cabriolet mit weißen Ledersitzen abgeholt...so ein richtiger Amischlitten. Hat natürlich das Zuspätkommen entschädigt ;)
Mein Gastvater redete die ganze Zeit, und ich dachte, dass ich kein Wort verstehen würde :) Irgendwann redete er was von einem platten Reifen... bis ich kapierte, dass unser Reifen platt war. Wir hielten in irgendeiner Einfahrt... die seinem Bruder gehörte, wie sich rausstellte, der aber im Urlaub war. Beim Reifenwechsel half ihm dann ein Freund den er angerufen hatte, und ich stand nur dabei, und musste lachen. Mein Gastvater hat es mir nicht übel genommen.
Endlich am Haus angekommen schauten meine Gastmutter und Katy schon von der Terasse runter, und meine Gastmutter hat mich gleich in den Arm genommen. Obwohl so weit weg von zu Hause, fühlte ich mich gleich willkommen und wohl. In meinem Zimmer stand ein großer Blumenstrauß als Willkommensgeschenk.
Katy hätte am liebsten gleich mal meinen Koffer ausgepackt, aber das wollte ich noch gar nicht. Ich wollte erstmal alles sehen.
Ich setzte mich kurz auf mein Bett... und hups... ein Wasserbett!!! Ich lief sofort zu meiner Gastmutter und meinte, dass ich ein Wasserbett habe (als ob sie es nicht wüsste ;))
Sie schmierte gerade Sandwiches für meinen Gastvater, weil der zurück zur Arbeit musste.

Die Kinder:

Mein kleiner Kyle hatte an dem Tag noch eine Operation gehabt, weswegen meine Gastmutter mich auch nicht mit abgeholt hatte. Kyle und Kristina wurden gerade wach. Und ich fing dann doch irgendwann an meinen Koffer auzupacken, weil Kaitlyn doch immer wieder drum rum schlich.... zu süß!
Meine Gastmutter rief Kaitlyn zwar immer zurück, damit sie mich nicht störte, aber ich erklärte ihr, dass das schon o.k. sei.
Später ging ich dann noch mit Katy im Garten schaukeln, und als die Mutter sie fragte, ob es o.k. sei, dass ich jetzt länger bleibe, meinte Katy, dass es o.k. sei. Ich fand es nett, dass die Eltern nicht so über die Köpfe der Kinder entschieden haben, obwohl Katy ja mal grad 2,4 Jahre alt war.

Die ersten Wochen:

Die ersten 1 1/2 Wochen bleib meine Gastmutter noch zu Hause, um mir alles zu zeigen. Ich war das 1. Au-Pair der Familie. Wir gingen einkaufen und machten alles mögliche... Dinge, die ich später gar nicht machen musste/konnte.
Gerade in der ersten Woche in der ich alleine arbeiten sollte, war mein Gastvater krank, und so war ich nicht ganz alleine.
Die Kinder haben mich aber sofort akzeptiert, auch wenn Katy noch ab und zu weinte, wenn ihre Mutter zur Arbeit fuhr. Ich habe dann das Ritual eingeführt, dass ich mich mit Katy ans Fenster stelle, so dass sie ihrer Mutter noch zuwinken konnte. Und meine Gastmutter hat dieses Ritual geliebt.

Kleine Probleme:

Ziemlich schnell hatte ich meine eigene Routine wie ich die Dinge zu machen habe, um alles zu schaffen.
Eines Tages meinte meine Gastmutter zu mir, dass ich doch bitte in der Woche die Wäsche der Kinder machen sollte, und abends das Spielzeug wegräumen soll. Sie hat es nicht böse gesagt, aber an dem morgen liefen mir die Tränen, als meine Gastmutter aus dem Haus war.
Natürlich sind das Dinge, die selbstverständlich sind... es ist halt nur, dass man denkt, dass man alles richtig macht, und wenn dann sowas kommt, ist es immer komisch. Ich habe meine Mutter angerufen, und die hat mir auch gesagt, dass meine Gastmutter das doch nicht böse gemeint hat.
Aber alles war o.k. Ich habe dann regelmäßig die Wäsche gewaschen und aufgeräumt, und empfand es auch nicht als so schlimm.
Ein anderes Problem war die Tatsache, dass meine Gastmutter wohl doch etwas Angst hatte, wenn ich mit den Kindern Auto fahren würde, und so war ich an das Haus und unsere Umgebung gebunden. Aber auch das war nicht so schlimm, und ich habe das beste daraus gemacht.
Wenn im Sommer schönes Wetter war, habe ich meine Gastmutter gefragt, ob ich mit den Kindern auf den Spielplatz fahren könnte, und dann hat sie mir das Auto auch überlassen. Oder wir sind den relativ weiten Weg zum Spielplatz gelaufen,und meine Gastmutter holte uns dann später ab. Das fand ich immer sehr spaßig, weil sie dann auch sehen konnte, dass wir Spaß haben.
Die dritte Sache dir mir jetzt noch einfällt, war, als meine Gastmutter mich einmal darauf hinwies, dass ich einmal zu lange telefoniert habe. Ich hatte mich dann entschuldigt, und gesagt, dass es nicht mehr vorkommt. Nachdem ich die Rechnung überprüfte, erkannte ich, dass es sich bei dem Telefongespräch um ein Telefonat mit einem Freund handelte, was ich geführt hatte, als die Babys schliefen, und meine Große auf der Schaukel saß. Da hatte ich also eh nichts zu tun, und darum fand ich es auch nicht schlimm.

Was tun mit den Kindern?:

Mit Babys kann man nicht viel machen. Aber dafür hatte ich das Glück alle 1.Sachen der Kleinen mitzubekommen. Erste Zähne, erste Schritte, erste Wörter... und ja, auch die ersten Mahlzeiten.
Die Babys fingen gerade an Brei zu essen, als ich ankam. Was heißt, sie bekamen ihren 1. Brei in der 1. Woche wo ich da war. Sie tranken zwar auch noch Babymilch, aber mal ab und zu ein Brei war schon o.k.
(Da fällt mir gerade eine lustige Geschichte ein. Wir haben die Babymilch immer geliefert bekommen, und zwar etwas günstiger als im Laden... meine Gastmutter hat nie nachgefragt, wie das kommt, sondern ließ es sich halt immer liefern. Als die Babys langsam an richtige Milch gewöhnt werden sollten, hatten wir noch ein große Lieferung... und zwar die Letzte.... denn dann zeigte mir meine Gastmutter einen Zeitungsartikel, wo unser Lieferant wegen Drogenschmuggel verhaftet worden war... wer weiß, wo er die Babymilch geklaut hatte :D )
Nunja...... weiter im Text.....
Als die Babys mit der Zeit größer wurden, konnten wir auch viel mehr machen. Schön war es, als die zwei alt genug waren um zu schaukeln. Allerdings hat es mich manchmal so genervt 3 Kinder anzuschaukeln, dass ich Katy das dann irgendwann beigebracht habe, und noch vor ihrem 3. Geburstag konnte sie es dann auch alleine. Ich hatte ganz vergesen das meiner Gastmutter zu sagen, und die war dann ganz erstaunt, als Kathy sich ganz alleine bis in den Himmel schaukelte. Sie war so stolz auf Katy (das war ich auch), und bedankte sich bei mir.
Katy war sehr geduldig, und so habe ich ihr immer ganz viele niedliche Frisuren gemacht. Meine Gastmutter war immer ganz begeistert. Am meisten mochte Kaitlyn "Monkeyswings - Affenschaukeln" :)
Ein oder zweimal im Jahr habe ich auch einen Fernsehtag gemacht. Da haben wir den ganzen Tag auf dem Sofa gesessen und TV geguckt. Meistens dann, wenn es tagelang regnete, und alle lustlos waren. Ansonsten haben wir auch so mindestens einmal am Tag fernseh geguckt.
Meistens war das "Barney the purple dinosaur". Ja, ich mag Barney... und ich weiß auch, dass den nicht viele mögen.
Er lief aber immer um 4:30 p.m., und dann hatte ich eine halbe Stunde, um dass Haus aufzuräumen bevor meine Gastmutter zwischen 5-5:30 nach Hause kam.

Geschenke:

Zum Geburtstag habe ich meiner Gastmutter einen Karottenkuchen gebacken. Meinem Gastvater habe ich Apfelstrudel gebacken. Die 3 Kleinen haben was zum Anziehen geschenkt.

Zu Weihnachten bekamen meine Gasteltern eine Tasse mit ihren Namen drauf, und meine Kinder... die Große bekam ein Tischset mit Figuren der Sesamstraße drauf, und ich glaube noch was, aber ich weiß jetzt nicht was.
Kyle und Kristina bekamen ein Schwimmbuch mit Tier. Das ist so ein Buch, was man mit in die Badewanne nehmen kann, und dabei war ein aufblasbares Tier.

Zu Muttertag habe ich Handabdrücke von den Kiddies gemacht, und auf einen schwarzen Hintergrund geklebt. Dazu noch ein Gedicht, welches ich bei einer Freundin gelesen hatte.

Zum Hochzeitstag habe ich Fußabdrücke der Kinder genommen, und dann so geklebt, dass sie aussehen wie Schmetterlinge. Dazu habe ich dann nur geschrieben: 3 beautiful butterflies wish you a happy anniversary.

Warum hatte ich die perfekte Familie?:

Erstmal hatte ich ein eigenes Auto. Mein blue car! :) Aber mir wurde gleich gesagt, dass ich mit allen Autos fahren kann, in denen ein Schlüssel steckt... und der steckte ja in jedem. Ja, in Amerika lassen die Leute ihre Autos offen stehen und lassen die Schlüssel stecken... ich habe lange gebraucht um mich daran zu gewöhnen... eigentlich habe ich mich nie dran gewöhnt und dann rannte mein Gastvater immer ganz verzweifelt durch´s Haus, weil er die Schlüssel nicht finden konnte :D Die hingen immer in meinem Zimmer an der Pinnwand ;) Ja, mein Gastvater hat "mein" Auto auch ab und zu gefahren... aber nicht oft... vielleicht so 3-4 Mal im Jahr! Dafür durfte ich ja auch sein "Baby" fahren... den Buick... das einzige Auto, das supposed war in der Garage zu stehen ;)
So fuhr ich halt auch ab und zu mal den Buick :D ... aber auch hö chstens 5 Mal in dem Jahr.
Ich habe auch mit dem Buick meine Schwester vom Flughafen abgeholt, und wir haben auf dem Highway mit offenem Verdeck deutsche Schlager gehört... das war so genial!

Ich konnte über alles mit meinen Gasteltern reden... wirklich über alles.
Ich hatte nie einen Curfew.
Meine Freunde konnten jederzeit rüberkommen. Eine meiner Freundinnen hatte einen Curfew von 11 p.m., auch am WE. Also hat sie am Wochenende bei mir geschlafen. Als ich meine Gastmutter mal wieder fragte, ob sie bei mir schlafen könnte, meinte meine Gastmutter nur: "Romy, du musst nicht mehr fragen. Sie kann ruhig hier schlafen." Also es wussten dann immer schon alle, dass meine Freundin am Wochenende kam.

Den Kindern war es "verboten" in mein Zimmer zu kommen, und daran hielten sie sich auch. Katy fragte immer ganz lieb, ob sie reinkommen könnte. Naja, als die Babys anfingen zu krabbeln, kamen sie natürlich auch in mein Zimmer... aber wer hat schon was dagegen, wenn so kleine Würmchen zu einem gekrabbelt kommen, und sich dann vor lachen krümmen, wenn man sie fängt :)

Meine Gasteltern hatten im Garten einen Whirlpool. Eines nachmittags wollten meine 2 Freundinnen und ich da dann mal rein... war uns natürlich erlaubt. Als wir dann alle drin waren, fragte mein Gastvater uns, ob wir noch ein Bier wollten. Da haben wir natürlich nicht nein gesagt :D Er hat es uns dann raus gebracht. Und meine Gastmutter kam irgendwann raus, und brachte mir mein Telefon, weil es geklingelt hatte.

Mir würden hier jetzt sicher noch tausend Beispiele einfallen, aber ich denke ihr könnt euch ein Bild machen :)

Heimweh:

Ja, ich hatte Heimweh, und das fast 6 Monate lang. Fragt mich nicht warum... es lag sicher nicht an der Familie!
Ich habe aber immer schon Heimweh gehabt. Am schlimmsten war es am Wochenende, wenn ich meine kleinen Süßen nicht um mich hatte, und anfing zu viel nachzudenken. Dann habe ich meistens schnell was mit meinen Freunden unternommen. In die Mall oder ins Kino...

Weihnachten war es am Schlimmsten. Es war alles noch ganz prima, die ganze Familie war bei der Schwester meiner Gastmutter, und wir feierten, und die Frauen bereiteten das Essen vor. Ich stand so in der Tür zwischen Wohnzimmer und Küche und guckte mir den Tannenbaum an, als plötzlich alles in mir zusammenbrach, und ich nurnoch weinen konnte. Die Schwester meiner Gastmutter wollte mich gerade fragen, ob ich noch was zu trinken wollte, als ich nurnoch sagen konnte, dass mir Tissues grade lieber seien.
War schon doof... alle haben versucht mich zu trösten, aber das macht es bei mir immer nurnoch viel schlimmer... am besten ist es, mich in Ruhe zu lassen... aber bring das mal einer so lieben Familie bei! :)
Der Vater meiner Gastmutter kam dann auf mich zu, legte mir seine Hand auf die Schulter und meinte: "Romy, du weißt, dass deine Familie dich jetzt auch vermisst... und du bist ja jetzt auch ein Teil unserer Familie!" Das war so lieb! Später habe ich erfahren, dass die andere Schwester meiner Gastmutter wohl auch geweint hatte, weil ich ihr so leid tat, und sie nicht wusste, wie sie mir helfen konnte... hat mir meine Gastmutter erzählt.
Ach die waren alle so süß und lieb zu mir.

Meine Freizeit:

Wer in New Jersey in der Nähe von Madison wohnt, sollte auf jeden Fall ins "Sweet Dreams Cafe" gehen. Meine Freunde und ich waren JEDEN Abend da. Es ging gar nicht ohne. Man trifft dort viele Leute, und auch viele Au-Pairs. Hat zwar manchmal ein wenig genervt, wenn so gut wie nur (dt.) Au-Pairs da waren, aber spaßig war es immer. Probiert mal den Spiced Chai Tea, den Cheesecake, italian soda und my alltime favorite Sweet Dreams ice cream!!! Und grüßt mir Steve und Bob wenn sie da sind :)
Im Kino waren wir auch mindestens einmal die Woche. Die Filme im Original sind einfach besser! Mein 1. Film in den Staaten war übrigens "Saving Private Ryan"... nicht die beste Auswahl für den 1.Film :)
Am Wochenende waren wir dann natürlich auch in der Mall... Rockaway oder Livingston. Ohh, wie vermisse ich die Mall, besonders am Sonntag!!!
Morgens am Wochenende sind wir meistens erstmal zu Dunkin Donuts gefahren, oder wir haben uns gegenseitig das Frühstück nach Hause gebracht.

Eines meiner schönsten Erlebnisse war das R.E.M. Konzert. Erstmal lief echt alles daneben. Eine amerikanische Freundin wollte die Karten besorgen, aber am Tag des Konzertes erreichte ich sie nicht. Daraufhin fuhr ich trotzdem zum Konzert. Meine Gastmutter gab mir ihr Handy mit, und machte sich schreckliche Sorgen. Aber ich erklärte ihr, dass ich das machen muss, und sie hat mich verstanden.
2 Männer verkauften mir eine Karte, weil sie auch nur eine Karte hatten und lieber zusammen einen trinken gehen wollten. O.K... sollte man vielleicht nicht machen, aber das war es mir alles wert! Sie verkauften mir die Karte sogar billiger, und der Platz war einfach hervorragend!
Auch wenn ich nie verstehen werde, wie die Amis bei Konzerten sitzen können. Hinter mir war ein größerer Gang, und so konnte ich das ganze Konzert über stehen! Einfach unbeschreiblich!

Ich war auch auf einem Fußballspiel: Metrostars vs. Miama Fusion :)

Da Kaitlyn den Film "Anastasia" so mochte, und ich den auch schön fand, lud meine Gastmutter mich ein, mit ihr und Katy zu "Anastasia on ice" zu gehen. Das war auch toll.

Da meine Au-Pair Freundin ein Countryfan war, haben wir irgendwann einen Linedancingclub gefunden. Da sind wir auch jeden Sonntag hingefahren! Auch wer nicht drauf steht, dass ist echt zu empfehlen. Um 6:00 p.m. haben die neue Tanzschritte gezeigt, und danach wurde abgehottet... Linedancing ist so genial!!!

Urlaub... oder was habe ich alles von der Ostküste gesehen?:

Gleich einige Wochen nachdem ich da war, machte EF ein Wochenendtrip zu den Niagara Fällen. Da ich weder genug Geld hatte, noch meine Gasteltern schon jetzt um einen freien Tag fragen wollte, zeigte ich ihnen den Brief, aber erklärte ihnen auch mein Problem. Einen Tag später kam meine Gastmutter zu mir und meinte, dass sie und mein Gastvater sich abgesprochen hätten, und sie wollten, dass ich den Trip mitmache, weil sie wollten, dass ich die Niagara Fälle sehe. Da EF damals noch Credits für diese Trips vergeben hat, zogen sie mir das Geld dann von dem Schulgeld ab, was sie mir ja sowieso zahlen mussten.
Das Wochenende war echt toll. Aber das jetzt alles zu erzählen, würde hier den Rahmen sprengen.

In New York war ich natürlich auch relativ oft. Sommer im Cetral Park ist unbeschreiblich!

Mit meiner Freundin, die auch Au-Pair war, bin ich ein WE nach Washington D.C. gefahren. Wir fuhren am Samstag um 6:30 los, und kamen Sonntag Abend wieder... nachdem wir uns ganz schrecklich verfahren hatten.
Amerikanische Highways sind sehr verwirrend. Wir sind nämlich die 90 south hingefahren, und zurück wollte ich dann natürlich die 90 north fahren... naja, mir hätte nur jemand sagen sollen, dass ich irgendwann auf die NJ Turnpike wechseln musste. :)) Aber was macht man als gute deutsche Autofahrerin? Man hält an der nächsten Tankstelle und fragt nach, wie man wieder nach Hause kommt, und siehe da... so verkehrt waren wir gar nicht!
Achja, wir durften für dieses Wochenende mein Auto nehmen. Was ich eigentlich immer nehmen konnte... auch für größere Strecken.
An einem anderen Wochenende bin ich mit einer amerikanischen Freundin nach Boston gefahren... diesesmal mit dem Zug. ;)
Und Boston ist echt eine Reise wert!!! Eine schöne Studentenstadt.

Meine Gastfamilie hat dann noch eine Reise zu den Großeltern nach Florida gemacht. Ich habe das so geregelt, dass meine Eltern mich zu der Zeit besuchen kommen. Also erstmal waren meine Eltern und mein Bruder ein Wochenende in New York und sind dann nach Florida geflogen. Ich habe sie ein wenig in New York rumgeführt, und bin 2 Tage später auch mit meiner Gastfamilie nach Florida geflogen.
Dort habe ich dann eine Woche Urlaub genommen, da ich eh nicht gebraucht wurde... bei 4 Erwachsenen und 3 Kindern ;) Meine Eltern haben mich dann abgeholt, und ich habe eine Woche bei meinen Eltern im Bungalow gewohnt. Dort hatte ich dann die Wahl: Disney World oder Sea World? Da meine Mommy keine Achterbahnen mag, und ich mal einen Delphin sehen wollte, entschied ich mich natürlich für Sea World! Das war richtig schön. Mein Bruder wollte allerdings nicht mit... Pech gehabt :)
Komisch wurde es, als meine Familie mich nach der Woche wieder bei meiner Gastfamilie absetzte, und sich nach dem Dinner dann verabschiedete... da wäre ich am liebsten mitgefahren.
Naja, wir sind dann einen Tage später wieder nach NJ geflogen, und meine Eltern blieben noch eine Woche Florida.

Meine Schwester kam mich um den 4. Juli besuchen. Meine Gasteltern waren mit den Kiddies an den Strand gefahren, und ich hatte 3 Tage mit meiner Schwester sturmfrei. Dann sind wir zum Strand nachgefahren, wo ich aber trotzdem nicht wirklich arbeiten musste.
Am 4. Juli bin ich mit meiner Schwester und ein paar Freunden nach New York an den Hafen gefahren. Das Feuerwerk war awesome, aber es war richtig warmes schwüles Wetter, was die Sache irgendwie unangenehm machte. Wir fanden aber um uns herum nette Amis, die uns mit Papptellern versorgte, damit wir uns frische Luft zuwedeln konnten.

Geburtstage:

An meinem Geburtstag gab es einen "leckeren" Amikuchen... ich hasse Frosting... das ist so eklig nur Zucker und Chemie. Ich hatte an meinem Geburtstag viele deutsche Au-Pairs eingeladen und einen amerikansichen Freund. Der hatte natürlich seinen Spaß, weil wir fast nur deutsch geredet haben :)) Wir haben dann noch einen Film geguckt, und sind dann später ins "Sweet Dreams" gefahren.

Der Geburtstag meiner Kinder liegt im Abstand von 2 Wochen, und so wurden die Geburtstage zusammen gelegt, weil das ja auch der 1. Geburstag meiner Babys war, und der 3. von Kaitlyn. Meine Gastmutter hatte so einen Clown engagiert... dieser Clown entpuppte sich als hochschwangere Frau, die fast gänzlich unbeweglich war. Wir waren natürlich nicht so begeistert, aber haben uns nichts anmerken lassen. Es war schon lustig. Amerikanische Geburstage werden immer unter ein Motto gestellt. Bei dem Cousin und der Cousine waren das z. B. Cowboys, wo dann auch ein Pferd da war auf dem die Kinder reiten durften; oder Hawaii, da haben dann die Kinder einen Hoolatanz gelernt; oder unter "vornehme Damen", da durften die Kinder dann von Porzelantellern und so essen. War alles sehr lustig.

Essen und die lästige Zunahme:

Ja, auch ich habe zugenommen in der ersten Zeit. Da ich aber keine Waage hatte, wusste ich auch nicht wie viel. Da meine Klamotten mir aber weiterhin passten, konnte es nicht soooo viel sein.
Meine Gastmutter kam aus der Ukraine (was man ihr aber nicht anmerkte... nur, dass sie ab und zu mit ihren Kindern russisch sprach, aber meistens englisch), weshalb wir auch relativ normales Essen hatten. Wir haben auch mal Pizza bestellt,oder was chinesisches gegessen, aber nicht öfters, als wir das auch von Deutschland kennen.
Nach ca. 9 Monaten hatte ich zu viel von dem amerikanischen Essen. Mir wurde da fast von allem schlecht. Besonders Hot Dogs, Peanutbutter and Jelly... ich hasse alles mit Grape drin, irgendwie hat das einen bitteren Geschmack.
Auf jeden Fall habe ich zu der Zeit angefangen morgens "Slim Fast" zu trinken ;) Und auch sonst eher weniger zu essen... nur wenn meine Kinder ihren Mittagsschlaf gemacht haben, habe ich mich mit Oreocookies und Milch vor den Fernseher gesetzt :D
Am Ende habe ich genauso viel gewogen wie bei meinem Hinflug.
Wann ich richtig zugenommen habe war, als ich wieder in Deutschland war, und das gute Essen von Mami wieder hatte.... und die deutsche Schokolade. Also das fand ich viel schlimmer... in Amerika war ich da irgendwie disziplinierter :)
Ich habe da auch etwas eingeführt, was eher verschmäht ist. Nämlich Pommes mit Mayo... das essen die da nicht.
Später habe ich auch von einer amerikanische Freunden hier in Deutschland, bei der ich gebabysittet habe, erfahren warum: Mayo auf Pommes sei ja pures Fett!!! :))

Was Kinder lernen:

Meiner Großen habe ich angefangen deutsch beizubringen, und habe dann alle deutschen Wörter in einer Liste an den Kühlschrank gehängt. Ziemlich süß war, als Kaitlyn einmal am Fenster stand und meinte: "Romy, look, look, a squ... Eikhörnken!"
Meine Gastmutter wollte, dass Kaitlyn mit ca. 3 Jahren ihren Namen schreiben lernt. Ich war eigentlich dagegen, weil das Kind noch nicht mal ein Gesicht malen konnte.
Nachdem das für uns beide zu frustierend war, hörte ich damit auf, da mein Jahr seinem Ende zu neige ging, und ich nicht wollte, dass Kaitlyn mich am Ende noch hasst.

Mein 13. Monat:

Zuerst habe ich auch überlegt, ob ich eine Trip mache. Nachdem mich meine Schwester aber besucht hatte, war mein gespartes Geld aufgebraucht, und ich hatte auch nicht wirklich Lust irgendwo in der Wüste in einem Zelt zu übernachten... ja ich weiß, es gibt auch andere Tripps ;)
Ich habe mir dann überlegt, ob ich noch einen Monat länger bleiben soll. Ist zwar illegal, lässt sich aber leicht umgehen. Als ich meine Gastmutter fragte, ob ich noch einen Monat länger bleiben kann, war sie so glücklich. Wir haben es so geregelt, dass wir einfach gesagt hätten, dass ich für den Monat kein Geld bekommen habe... damit wäre es dann gegangen. Es war echt voll schön.

Kinderkrankheiten:

Ich habe ALLE Krankheiten mit meinen Kindern durchgemacht. Sie hatten Grippe, und auch ab und zu Magen-Darm-Grippe. So wurde ich am 31.12 krank, und trotz einer Party im Hotelzimmer mit ein paar Freunden, fuhr ich sofort im 1.1. nach Hause und kroch erst nach 2-3 Tagen wieder aus meinem Zimmer raus... und die erste Reaktion meines Gastvaters war: "Ohh, es lebt!" Haha... sehr lustig ;)

Ein kleiner Tipp: da ich mit den amerikanischen Medikamenten nicht so klar gekommen bin, habe mir Grippemittel und sowas von meiner Mom schicken lassen... eigentlich darf man es nicht, aber wenn man es in Geschenkpapier einpackt, dann kann da auch der Zoll nicht wissen was drin ist :)


Tipps:

Ich werde hier mal versuchen Euch ein paar Tipps zu geben, um das Leben angenehmer zu machen.
- seid IMMER ehrlich mit den Gasteltern, und schiebt nichts lange raus
- redet mit Euren Gasteltern wenn ihr Probleme habt, oder auch wenn ihr Heimweh habt
- lasst Euch gleich am Anfang alle Regeln sagen. Ich habe z.B. nur durch Zufall erfahren, dass bei mir keine männlichen Besucher übernachten dürfen... hatte ich auch nicht vor, aber ist doch gut zu wissen ;)
- versucht die Kinder so zu erziehen, wie es Eure Gasteltern tun
- seid entgegen kommend, also helft Euren Gasteltern und sie werden Euch helfen
- wenn ihr mal nicht sicher seid bei irgendwas, immer nachfragen
- auch Bescheid sagen, wenn mal was kaputt geht
- macht vielleicht auch mal Dinge, die nich zu Euren Aufgaben gehören. Ich habe des öfteren den Kleiderschrank meiner Großen aufgeräumt, und den Kühlschrank habe ich auch mal richtig sauber gemacht.

Ich möchte mich hier jetzt auch mal dafür bedanken, dass ich die Chance habe meine Erfahrungen weiterzugeben. Und durch diese Seite habe ich eine Freundin wieder gefunden, mit der ich Abitur gemacht habe.... Hallo Ute! *wink* ;)

Also ein großes Dank und Lob an alle, die an dieser Seite arbeiten und das hier möglich machen!

4. Apr 2003

So... lange nichts geschrieben, aber was soll es bei mir auch neues geben???
Ja.... haha, ich habe meine Gastfamilie mal wieder besucht!!! Nach über 3 Jahren!!!
Zuerst habe ich eine Freundin in Worcester besucht, die da zur Zeit studiert, und nach 10 Tagen hat sie mich dann zu meiner Gastfamilie gefahren.
Das war sehr lustig, weil sie immernoch auf den Stadtplan schaute, als ich ihr schon erklärte, dass ich jetzt wüsste wo wir lang müssen, als wir das Ortsschild passierten. Und ich habe alles nach 3 Jahren sogar wieder gefunden.
Ich hatte ziemliche Angst, dass meine Kinder mich nicht mehr erkennen würden, weil sie ja viel zu klein waren, als damals mein Jahr zu Ende war. Meine Große war 3 Jahre und 4 Monate, und die Zwillinge waren fast 1 1/2.
Als ich jetzt ankam, waren meine "Kleinen" fast 5 Jahre, und meine Große fast 7 Jahre alt.

Also.... mit zitternden Händen drückte ich die Klingel... was sehr komisch war, weil ich ja sonst immer einfach so ins Haus gegenagen bin. Meine Gastmutter freute sich total um umarmte mich, und dann....
erst kam Kaitlyn, und ich habe sie ganz fest gedrückt, und dann Kristina, und dann kam mein kleiner Kyle und sprang mir mit einem riesen Satz in die Arme und drückte mich. Er wollte mich gar nicht mehr loslassen!!! Ich hatte echt Tränen in den Augen, und meine Freundin ganz vergessen. Also drehte ich mich schnell um, und stellte sie vor. Meine Gastmutter fragte dann Kristina: "And do you remember her now?" Und Kristina meinte: "Yes!" Meine Gastmutter erklärte mir, dass sie sich wohl an mich erinnerte, aber nicht mehr wusste wie ich aussah.
Vielleicht wundert ihr euch jetzt, dass sich meine Kinder noch an mich erinnern, aber das hat eine einfache, und wunderschöne Erklärung. Meine Gasteltern erzählen den Kindern immer Geschichten von allen Au-Pairs, die sie zusammen erlebt haben, damit die Kinder sie nicht vergessen. So wissen die Kinder vielleicht nicht mehr alles aus dem Jahr, aber sie wissen, dass da mal jemand war, der auf sie aufgepasst hat, und der sie ganz doll geliebt hat.
Ich finde das voll schön, dass meine Gasteltern das machen.

Also weiter.... wir sind dann hoch in die Küche gegangen und haben etwas gequatscht, und meine Gastmutter meinte dann, dass mein Gastvater in der Garage ist... und dass ich ihm doch auch Hallo sagen könnte. Ich dachte, dass mein Gastvater noch auf Arbeit war (er hat eine Werkstatt, und dort immer sehr viel zu tun). Ich also ganz schnell runtergelaufen, und meinem Gastvater in die Arme gesprungen. Und er meinte auch gleich:"Welcome home!"
Ach, die sind alle so lieb!!!

Meine Freundin ist kurze Zeit später wieder nach Worcester gefahren, weil sie am nächsten tag (Montag) wieder zur Uni musste. Der Abschied war auch nicht leicht. Wir standen bestimmt noch 10 Minuten im Regen und unterhielten uns.

Aber dann bin ich wieder schnell ins Haus, und habe mit meinen Kinder "Kinderscharade" gespielt. Das war sehr lustig. Als wir nachher Fernseh guckten, kam Kyle gleich wieder an und kuschelte mit mir. Meine Gastmutter war auch ganz erstaunt. Besonders, weil ich ihn auch ständig auf dem Arm hatte. Sie meinte, dass macht sie schon lange nicht mehr, weil die so schwer und groß geworden sind. Egal.... dafür habe ich meine Kinder viel zu lieb :)Die werde ich noch auf den Arm nehmen, wenn sie 15 Jahre alt sind :)) Naja, vielleicht auch nicht.
Da meine family gerade ihr Haus vergrößert, hat meine Gastmutter dann im Anbau gearbeitet (das machen sie übrigens, damit mehr Platz ist, wenn immer die ganzen Au-Pairs zu Besuch kommen ;) )

Achja, als ich meinen Koffer hoch bringen wollte, meinte Kyle ganz stolz: "You are going to sleep in MY bed!" Er musste dafür auf der Couch schlafen. Und das schon sehr lange, weil einen Tag bevor ich ankam, gerade ein anderes Au-Pair wieder geflogen war, die auch zu Besuch da war. Armer Kyle :)

Achso.... nicht das ihr jetzt denkt, dass Kyle mein Lieblingskind ist/war. Er ist nur sehr offen, und redet auch viel mit fremden Leuten. Kristina war immer eher schüchtern, und Kaitlyn auch. Und mit Kyle hatte ich in den ersten Stunden meines Besuches halt am meisten zu tun :)

Dann habe ich die Geschenke für die Kinder geholt... ja, ich komme ja nicht ohne Geschenke :)
Den Mädchen hatte ich einen kleinen Rucksack geschenkt, für Kaitlyn in silber, weil sie Hip-Hop tanzt, und für Kristina den gleichen in schwarz, weil sie Ballett tanzt. Für Kyle hatte ich einen Schal der DEG (Düsseldorfer Eishockey Verein) mitgebracht, weil er halt Eishockey spielt. Und allen Kindern hatte ich einen kleinen Teddybär mitgebracht. Kyle hatte zuerst den Teddy genommen und meinte: "Ohh, I love him. I can kuddel him." Ich habe dann die Kinder gefragt, ob sie den Teddys Namen geben wollen. Kyles Teddy heißt Eric und Kristinas heißt Sally. Kaitlyn konnte sich noch nicht entscheiden.
Die nächsten Nächte schlief Kyle dann immer mit Eric.... so süß. Das waren übrigens ganz kleine Teddys... vielleicht so 15 cm groß.
Meiner Gastmutter habe ich eine Kette geschenkt, und dann bin ich zu meinem Gastvater und meinte, dass ich ein Geschenk für ihn habe... er guckte mich an und meinte: "Ohh, ich weiß was DU mir mitgebrachst hast." Und ich gab ihm seine 2 Dosen gutes deutsches Bier :) Außerdem hatte ich noch eine Backmischung für einen Schokokuchen mitgebracht, weil mein Gastvater immer wollte, dass ich einen deutschen Schokoladenkuchen mache, was aber mit amerikanischer Schoki nicht wirklich möglich ist.

So.... hier muss ich erstmal wieder Schluss machen, aber ich werde demnächst weiter schreiben. Das war ja mal grade der 1. Tag :D
Ich schreibe dann oben wieder eine Mitteilung hin :)

Bis bald,
Romy

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