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Organisation und selbst organisierter Aufenthalt
Eine Organisation hilft in vielen Dingen: sie ermöglicht die Beantragung eines Visums und damit einen legalen Aufenthalt in den USA, sie schließt eine Versicherung ab, organisiert Familie finden, hilft bei Familienwechsel und kümmert sich um weitere organisatorische Dinge wie Flugbuchung und ein Einführungsseminar in den USA. Bei vielen Organisationen gibt es weitere Extras wie Vorbereitungstreffen in Deutschland oder Telefonlisten von ehemaligen Au pairs und Au pairs in den USA.
Dennoch gibt es ein paar Nachteile, einen Au pair Aufenthalt in den USA über eine Organisation zu organisieren. Au pair Aufenthalte in den USA werden nur für feste Zeiträume angeboten. Derzeit sind das 12 Monate (bei manchen Organisationen mit der Option um noch einmal um bis zu 12 Monate zu verlängern) oder das Sommer Au pair Programm mit 3 Monaten (nur Mai – September möglich). Ein Aufenthalt in den USA von nur 6 Monaten oder mit einem frei wählbaren Zeitraum wird derzeit nicht angeboten. Für Au pairs die nicht so lange in die USA möchten oder Gastfamilien die nicht so lange Kinderbetreuung brauchen ist die Programmdauer leider unflexibel.
In den USA ist das Au pair Programm ein Kinderbetreuungsprogramm. Abenteuerlustige, die nicht so gerne mit Kindern arbeiten, aber dafür bereit sind im Haushalt mit anzupacken oder lieber für ältere Menschen sorgen würden, sind auf Au pair in Europa beschränkt.
Es gibt viele Au pairs, die deshalb illegal in die USA reisen und ohne Organisation Au pair werden.
Nur mit Organisation ist ein legaler Aufenthalt möglich!
Besonders wenn man schon eine Familie in den USA kennt oder eine Gastfamilie über eine Zeitungsanzeige, ein ehemaliges Au pair, das Internet... gefunden hat fragt man sich: Wozu brauche ich eigentlich noch eine Organisation? Ich kann diesen Aufenthalt doch auch ganz gut alleine organisieren!
Es gibt einen Grund sich für eine Organisation zu entscheiden, der auch zeigt, dass es keine Alternative gibt:
Das Au pair Programm in den USA wird durch Gesetze der Amerikanischen Regierung geregelt. In diesen Gesetzten ist bestimmt, dass ein Aufenthalt nur über eine von der Amerikanischen Regierung zugelassene Organisation möglich ist! Au pair Aufenthalte in den USA ohne Organisation sind damit ILLEGAL!
Ein weiterer wichtiger Grund sich dann nicht für Au pair zu entscheiden ist die Tatsache, dass die meisten Gastfamilien, die sich über illegale Wege ein Au pair suchen, sich nicht an die von der US-Regierung festegesetzten Standards halten wollen. Illegale Au pairs bekommen meistens keine zusätzlichen Leistungen wie Zuschüsse zu Collegekursen, 2 Wochen bezahlter Urlaub, garantiertes freies Wochenende im Monat, 1,5 Tage frei pro Woche, Orientierungswoche am Anfang des Jahres, feste Arbeitspensum von 45 Stunden in der Woche, Unterstützung von Seiten der Organisation oder garantierter Lohn (derzeit $ 139,05 pro Woche). So arbeiten illegale Au pairs oft unter schlechteren Bedingungen als legale Au pairs.
Achtung auch bei der Krankenversicherung: viele Reiseversicherungen gelten entweder nur für kürzere Aufenthalte und/oder Aufenthalte in Gastfamilien oder Arbeitsaufenthalte sind oft in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen. Im Prinzip ist man also auch nicht ausreichend für den Krankheitsfall versichert.
Nicht zu vergessen sind auch die Konsequenzen für einen illegalen Aufenthalt: Du bist illegal in den USA und begehst somit ein Verbrechen! Wenn man am Flughafen erwischt wird, muss man mit Einreiseverbot in die USA und Geldstrafen rechnen.
Ein Vergleich zwischen legalem und illegalem Aufenthalt
| | Mit Organisation | Ohne Organisation | Dauer | feste Programme mit 12 Monaten mit Möglichkeit um 6, 9 oder 12 Monate zu verlängern bzw. Sommer Au pair mit 3 Monaten | wählbar, abhängig von Au pair und Gastfamilie | | Visum | Ja | Es gibt die Möglichkeit das Besuchervisum weiter verlängern zu lassen. Dies gilt dann aber nicht als Arbeitsvisum. Bei der Beantragung muss man sich aber für das Interview bei der Botschaft grunde Gründe einfallen lassen! | | Lohn pro Woche | Ab 23. Juli 2007 = $157.95 Ab 23. Juli 2008 = $176.85 Ab 23. Juli 2009 = $195.75
| nach Vereinbarung, meist $100-175 | | Stunden pro Woche | 45 | wie normale Kindermädchen in den USA, gewöhnlich 55 - 60 | | Versicherung | Teil der Kosten im Programm inbegriffen | bezahlt das Au pair, GÜLTIGE Versicherung für illegalen Aufenthalt nur schwer möglich | Flüge
| voll bezahlt von Organisation | bezahlt in der Regel das Au pair + Gastfamilie beteiligt sich | | Urlaub | 2 Wochen (10 Werktage) bei vollem Lohn | abhängig von Gastfamilie, Bezahlung nach Vereinbarung | | College-Kurse | Zuschuss bis zu $500 von Gastfamilie, Gastfamilie muss für Transport zu Kursen sorgen | Nicht möglich Anmeldung ohne legale Social Security Number nicht möglich (bei Adult Colleges Anmeldung ohne Social Security Number möglich) | | Hilfe bei Problemen | In der Regeln von der Organisation (local councellor, deutsches Büro, amerikanisches Büro ) | Keine | | Programmkosten | um 150 Euro, $400 - 515 deposit (wird am Ende des Jahres zurückbezahlt) | Keine | | Vorbereitung | Vorbereitungsseminar in den USA, Au pair Handbuch oft noch weitere Unterlagen und Services wie Vorbereitungstreffen in Deutschland, Adresslisten, Informationsblätter über kulturelle Unterschiede, Kofferpacken... | Keine | | Au pair Netzwerk | Adressenlisten von Au pairs in der Gegend in den USA, Telefonlisten mit Ehemaligen und Au pairs in den USA, monatliche Treffen | Keine Unterstützung dabei |
In den USA... | | Mit Organisation | OhneOrganisation | | Familienwechsel | Organisation sucht Familie oder man sucht selbst man kann im Notfall übergangsweise beim Betreuer wohnen | nur selbst suchen möglich | Weitere Services
| - Info über College-Kurse - Anleitung über Verkehrsregeln des Bundesstaates - monatliche Treffen - Möglichkeit eine Social Security Card zu beantragen mit der man z.B. den Führerschein machen, bei Clubs Mitglied werden und ein Bankkonto eröffnen und eine EC- bzw. Kreditkarte beantragen kann - Discounts bei Reiseanbietern | |
Oft beklagte Nachteile des Au pair in den USA Programms
Hier haben wir ein paar Punkte aufgelistet, was Gastfamilien und Au pairs an den Rahmenbedingungen für das USA Programm oft bemängeln - und welche Möglichkeiten man als Au pair hat bzw. ob es wirklich ein Nachteil ist.
Die feste Programmdauer… … ist ein Nachteil, wenn es unbedingt in die USA gehen soll UND dazu unbedingt Au pair sein muss. Aber es gibt gute Alternativen zum Au pair Aufenthalt in den USA!
Die Programmgebühren… … beinhalten Flug, Einführungsseminar und ein Teil der Versicherung, was ohne Organisation teurer ist!
Die Kaution... Auch bei einem Au pair Aufenthalt ohne Organisation muss man in der Regel den Hinflug selbst bezahlen und bekommt von der Gastfamilie jede Woche eine Reisepauschale zurückerstattet. Bricht man ab, trägt man einen Teil der Kosten selbst. So ähnlich ist die Funktion dieser Kaution für den kompletten Hinflug, Teil der Versicherung und das Einführungsseminar. Bricht man ab, trägt man einen Teil dieser Kosten selbst. Diese Regelung ist fair für beide Seiten.
Bewerbungen schreiben... ... diese Information wollen die Gastfamilien ob mit oder ohne Organisation! Und man kommt nicht darum herum sich mit Referenzen, Fragen, Mails, Texte schreiben... auseinanderzusetzen.
Auswahl an Gastfamilien... ... auch bei einem Aufenthalt mit einer Organisation kann man über die vielen Internetdatenbanken selbst aktiv werden und sich aktiv eine Familie suchen und sich dann gemeinsam mit der Familie bei der Organisation anmelden! Das ist kein Problem!
Illegal in die USA muss nicht sein! – Es gibt doch eine ganze Reihe Alternativen! Du willst nicht so lange weg oder bist so ehrlich zuzugeben dass es nichts für Dich ist mit Kindern zu arbeiten. Dennoch ist eine abenteuerliche Zeit in den USA auch für Dich verlockend und Du willst unbedingt bald Koffer packen.
Hier ein paar interessante Alternativen:
Au pair in Europa, Australien oder Neuseeland Work/Travel Programm in den USA Trainee Programm in den USA Camp Counsellor in den USA Work/Travel in Australien oder Neuseeland Jobben in den USA? (z.B. Disneyland)
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